Dynamo Dresden – Aue: Rekord beim Derby – Fans nehmen DFB und Pyro-Strafen ins Visier

Protest aus dem K-Blick: Die Fans von Dynamo Dresden nahmen beim Derby gegen Erzgebirge Aue den DFB und die Verbandsstrafen wegen Pyrotechnik ins Visier.
Imago/Jan Huebner- Dynamo Dresden siegt 2:1 gegen Erzgebirge Aue, Zuschauerrekord von 31.858.
- Fans protestieren gegen DFB-Strafen wegen Pyrotechnik.
- Initiative zur Abschaffung von Pyro-Strafen von ostdeutschen Vereinen unterstützt.
- Dynamo Dresden zahlt bisher 188.200 Euro Strafen, höchste in der 3. Liga.
- Großes Polizei-Aufgebot, Derby verlief friedlich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Sachsenderby zwischen Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue (2:1) war auch für die Anhänger beider Clubs ein Fest. 31.858 Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden sorgten am Samstag (1. Februar) für einen neuen Zuschauerrekord in der 3. Liga in dieser Saison.
Die Fans von Dynamo Dresden nahmen in der ersten Halbzeit mit einem großen Plakat sowohl den Deutschen Fußball-Bund (DFB) als auch die Verbandsstrafen wegen Pyrotechnik ins Visier. Auf dem Plakat war das DFB-Logo durchgestrichen. Zudem war zu lesen: „125 Jahre DFB – Inkompetenz in Sachen Fankultur.“ Außerdem forderten die Fans mit einem weiteren Spruchband die Abschaffung der Verbandsstrafen wegen Pyrotechnik.
Am Freitag (31. Februar) hatte sich auch Dynamo Dresden der Initiative von vielen ostdeutschen Fußballvereinen sowie Fanclubs angeschlossen. Die Initiative fordert eine Abschaffung der Verbandsstrafen wegen Pyrotechnik. „Wir fordern eine konsequente Abschaffung der verbandsrechtlichen Bestrafung des Einsatzes von nicht missbräuchlich verwendeter Pyrotechnik und deren sofortige Aussetzung“, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung der Vereine und mehrerer Ultra-Gruppierungen. Derartige Bestrafungen würden zusehends für wirtschaftliche Probleme der betroffenen Vereine sorgen und damit die Wettbewerbsfähigkeit verschlechtern. Zudem hätten die Bestrafungen nicht zu einer Verringerung des Einsatzes von Pyrotechnik geführt.
Aufstand der Ostclubs gegen Pyro-Strafen
Neben Dynamo Dresden unterstützen die anderen ostdeutschen Drittligisten Energie Cottbus, Hansa Rostock und Erzgebirge Aue die Initiative. Auch die Regionalligisten haben sich angeschlossen. Dazu kommen Hertha BSC e.V. & Ostkurve Hertha BSC sowie Wuhlesyndikat 2002 von Union Berlin.
Dynamo Dresden musste in der bisherigen Saison schon insgesamt 188.200 Euro zahlen, wovon allein 119.000 Euro auf das DFB-Pokalspiel gegen Darmstadt 98 entfallen. Vor und während des Spiels gegen Darmstadt am 30. Oktober 2024 hatten Dresdner Zuschauer neben 40 Blinkern mindestens 220 Bengalische Feuer gezündet und aus zwei Feuerwerksbatterien zahlreiche pyrotechnische Gegenstände abgeschossen.
Dynamo Dresden führt damit die Strafentabelle der 3. Liga an. Es folgen der 1. FC Saarbrücken (103.655 Euro) und Hansa Rostock (89.305 Euro). Energie Cottbus liegt auf Platz sechs (45.600 Euro), Erzgebirge Aue ist Siebter (41.520 Euro).
Großes Polizei-Aufgebot gegen Aue
Im Stadion verlief das Derby zwar sehr emotional, aber absolut friedlich ab. Beide Fanlager sind seit Jahren verfeindet. Die sächsische Polizei war bei diesem Hochrisikospiel mit mehreren Hundertschaften sowie Wasserwerfern und Hubschrauber im Einsatz. Zusätzlich zeigte die Bundespolizei an Bahnstrecken und Bahnhöfen Präsenz. Der Großteil der Gästefans reiste per Zug an und wurde mit Shuttlebussen zum Stadion gefahren.
„Das ist das Spiel des Jahres für beide Fanszenen, zwischen beiden Fanlagern besteht eine jahrelange Feindschaft. Es sind mehr Kräfte als bei anderen Spielen im Einsatz“, hatte Polizeisprecher Lukas Reumund im Vorfeld betont.



