Tag der Pflege
: Flexiblere Ausbildung

AnzeigeReform Ausbildung in der Pflege wurde angepasst an Bedürfnisse auf dem Arbeitsmarkt.
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung

Die Ausbildungsordnung zur Pflegefachkraft wurde vor einigen Jahren vereinheitlicht und ähnelt künftig den Ausbildungsgängen.⇥Foto: Randstad/txn

txn

Menschen beruhigen und manchmal trösten, Medikamente verabreichen, bei der Körperpflege helfen und mit Ärzten sprechen: Wer in der Pflege arbeitet, braucht neben fachlichem Know-how auch Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeiten.

Jedes Jahr im Mai macht der Tag der Pflege darauf aufmerksam, wie anspruchsvoll und vielseitig die Arbeit in diesem Berufsfeld ist.

Ausbildungsordnung flexibler und differenzierter

Seit einigen Jahren nimmt darauf auch die Ausbildungsordnung Rücksicht: Die getrennten Ausbildungswege für die Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege sind Geschichte. Sie wurden ersetzt durch die einheitliche Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann (Studium Generale). Nun stehen in den ersten beiden Jahren der dreijährigen Ausbildung Inhalte auf dem Lehrplan, die für alle Pflegeberufe relevant sind: medizinisches Wissen und pflegerische Basics, aber auch Kommunikation mit den gepflegten Menschen und mit Ärzten.

Praxiswissen unter Anleitung

Die Auszubildenden schnuppern dabei auch ganz praktisch in unterschiedliche Pflegebereiche hinein. Sie lernen beispielsweise die Arbeit in Seniorenheimen, in psychiatrischen Einrichtungen oder im Krankenhaus kennen. Dieses breite Wissen sorgt dafür, dass Pflegefachkräfte nachher beruflich sehr flexibel sind. Wer möchte, kann sich trotzdem im dritten Jahr auf Altenpflege oder Kinderkrankenpflege spezialisieren; alle anderen führen die Ausbildung genauso breit aufgestellt zu Ende.

Ausbildung ohne Gebühren

Die generalistische Pflegeausbildung zur Pflegefachkraft ist in Deutschland kostenlos (kein Schulgeld) und wird über drei Jahre hinweg vergütet. Sie führt zu einem EU-weit anerkannten Abschluss, der Arbeit in allen Pflegebereichen (Krankenhaus, Altenheim, ambulant) ermöglicht. Auszubildende erhalten eine überdurchschnittliche Ausbildungsvergütung.

Wer sich für eine Berufslaufbahn als Pflegefachkraft interessiert, sollte einen mittleren Schulabschluss mitbringen. Genauso wichtig sind das Interesse an Menschen und die Lust darauf, mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. Denn Pflege ist immer auch eine Teamarbeit. ⇥txn

Bedarf steigend

Aktuelle Entwicklungen und Zahlen (Stand Frühjahr 2026):

Deutlicher Zuwachs: Zum 31. Dezember 2025 schlossen rund 64.300 Personen eine Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann ab. Das ist ein Plus von 8 Prozent bzw. 4.900 Auszubildenden im Vergleich zum Vorjahr, was einem neuen Höchststand entspricht.

Gestiegener Männeranteil: Der Männeranteil unter den Auszubildenden liegt inzwischen bei 29 Prozent.

Positive Arbeitsmarktprognose: Trotz des Zuwachses bleibt der Fachkräftemangel akut. Der Deutsche Pflegerat warnt, dass bis 2034 voraussichtlich rund 500.000 Pflegekräfte fehlen werden.

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