Jähes Ende für Griechenland-Urlauber: Nach der Pleite von Thomas Cook stecken 50 000 Touristen dort fest. Wie das griechische Tourismusministerium am Montag mitteilte, sollen in den kommenden drei Tagen 22 000 Touristen nach Hause zurückgebracht werden. Demnach hat der Prozess bereits begonnen, die ersten 15 Flugzeuge landeten auf den Urlaubsinseln Zakynthos, Korfu und Kos.

Laut der griechischen Nachrichtenagentur ANA sitzen allein auf Kreta 22 000 Kunden von Thomas Cook fest, darunter 15 000 Briten. Auf Korfu würden mehr als 3000 Urlauber aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und anderen EU-Länder feststecken, sagte der Präsident der Hoteliersvereinigung der Insel, Babis Voulgaris. Auf Zakynthos sind es laut der Nachrichtenagentur 4000 Touristen, die nach Großbritannien zurückzukehren versuchen.

Während bei deutschen Pauschalreisenden eine Reiseversicherung einspringt, wenn der Anbieter die Rückreise nicht gewährleisten kann, ist in Großbritannien die Regierung verantwortlich. Sie will nun in der größten derartigen Aktion seit dem Zweiten Weltkrieg rund 150 000 britische Thomas-Cook-Kunden aus aller Welt zurückholen. Während Thomas Cook alle Flüge eingestellt hat, setzt die deutsche Tochterfirma Condor ihren Betrieb weiter fort.