Kahla Porzellan insolvent
: Vorsicht vor dubiosen Porzellan-Angeboten im Netz

Wer noch ein Stück traditionsreiches Kahla Porzellan ergattern will, hat Online derzeit wenig Glück. Der offizielle Shop pausiert. Nun gibt es dubiose Angebote.
Von
dpa/tw
Kahla
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Das Logo der Kahla/Thüringen Porzellan GmbH. Die insolvente Porzellanmanufaktur in Kahla stellt nach Angaben des Insolvenzverwalters zum Ende des Jahres 2026 ihren Geschäftsbetrieb ein.

Martin Schutt/dpa
  • Kahla Porzellan warnt vor gefälschten Onlineshops mit sehr günstigen Angeboten.
  • Der offizielle Shop pausiert, da der Ansturm zu groß war – er öffnet wochenweise stundenweise.
  • Mehrere Kunden meldeten Bestellungen auf Fake-Seiten, das Unternehmen geht rechtlich dagegen vor.
  • Produktion neuer Ware ist eingestellt, der große Ofen wurde vergangene Woche abgestellt.
  • Der Werksverkauf läuft weiter und sorgte für großen Andrang.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Der Ansturm auf den Abverkauf bei Kahla Porzellan ruft offenbar auch Betrüger auf den Plan. Das Unternehmen warnt vor mehreren gefälschten Onlineshops im Netz, wo Kahla-Porzellan zu sehr günstigen Preisen angeboten wird. „Wir hatten Kontakt mit mehreren Kunden, die anriefen und uns sagten, dass sie dort bestellt hätten“, sagte Marketingleiter Jaden Käding. Das Unternehmen versuche nun die Seiten mit rechtlichen Schritten offline nehmen zu lassen.

„Wir haben nur einen Shop - und der ist gerade in Pause“, sagte Käding weiter. Es habe einen zu großen Ansturm auf den offiziellen Shop  gegeben, so dass die Mitarbeiter nicht mehr mit dem Verpacken hinterhergekommen seien. In den kommenden Wochen soll er stundenweise wieder geöffnet werden.

Das Traditionsunternehmen südlich von Jena war 2026 erneut in die Insolvenz gerutscht. Vergangene Woche war der große Ofen endgültig abgestellt worden, die Produktion von neuem Porzellan ist eingestellt. Der Werksverkauf hatte zu einem großen Kundenansturm geführt und soll noch bis ins kommende Jahr hinein weitergehen.

Kahla war zu DDR-Zeiten das Zentrum der Porzellanindustrie im Osten Deutschlands.