Immobilieninvestor wegen Betrugs verurteilt
: Hausarrest mit Fußfessel statt Gefängnis für Signa-Gründer René Benko

EilmeldungVor wenigen Wochen wurde René Benko zu zweieinhalb Jahren Haft wegen Schädigung seiner Gläubiger verurteilt. Er hat zugleich viele Monate in U-Haft verbracht. Jetzt bekommt er eine Erleichterung.
Von
dpa
Innsbruck
René Benko bekommt eine Fußfessel : Der Angeklagte Rene Benko, Gründer des Immobilien- und Handelsimperiums Signa, sitzt während der Wiederaufnahme des Prozesses gegen ihn wegen des Vorwurfs der betrügerischen Insolvenz im Zusammenhang mit einer Mietvorauszahlung im Landesgericht in Innsbruck. (zu dpa: «Hausarrest statt Gefängnis für Signa-Gründer Benko»)

René Benko bekommt eine Fußfessel: Der Angeklagte Rene Benko, Gründer des Immobilien- und Handelsimperiums Signa, sitzt während der Wiederaufnahme des Prozesses gegen ihn wegen des Vorwurfs der betrügerischen Insolvenz im Zusammenhang mit einer Mietvorauszahlung im Landesgericht in Innsbruck.

Expa/Johann Groder/APA/dpa
  • René Benko wechselt vom Gefängnis in den Hausarrest mit Fußfessel.
  • Das Landesgericht Innsbruck bewilligte den Antrag des Signa-Gründers.
  • Eine Gerichtssprecherin bestätigte die Entscheidung der Deutschen Presse-Agentur.
  • Weitere Informationen folgen in Kürze.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Immobilieninvestor René Benko wechselt vom Gefängnis in den Hausarrest mit Fußfessel. Ein entsprechender Antrag des Signa-Gründers wurde vom Landesgericht Innsbruck gewährt, wie eine Gerichtssprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Sein Anwalt hatte argumentiert, dass Benko sich nur außerhalb des Gefängnisses angemessen auf weitere Verfahren vorbereiten könne.

Der Ex-Milliardär war erst im September in einem teilweise neu aufgerollten Prozess zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck hatte es als erwiesen angesehen, dass der 49-Jährige seine Gläubiger betrügerisch geschädigt hat. Er habe einen Mietkostenvorschuss von 360.000 Euro für ein Anwesen in Innsbruck geleistet, obwohl es um sein Signa-Firmen-Imperium bereits sehr kritisch gestanden habe, so das Gericht.

Benko war im Januar 2025 verhaftet worden. Im umfangreichen Signa-Komplex verdächtigt Österreichs Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) den einst sehr angesehenen Geschäftsmann des Betrugs, der Untreue und des Bankrotts. Weitere Anklagen könnten folgen.

Weitere Prozesstermine stehen fest

Der Geschäftsmann hatte mit seinem verschachtelten Immobilien- und Handelsimperium Signa rund 20 Jahre lang ein Milliarden-Vermögen aufgebaut. Steigende Zinsen und Baukosten, sowie risikoreiche Zukäufe wie die der deutschen Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof trieben die Signa in die Insolvenz.

Gegen Benko und andere Signa-Manager wird in mehreren weiteren Strängen ermittelt. So stehen die Termine für den nächsten Prozess gegen den Ex-Milliardär bereits fest. Am 4. und 5. November muss sich der Tiroler erneut am Innsbrucker Landesgericht verantworten, diesmal wegen der Vorwürfe des schweren Betrugs und der Schädigung seiner Gläubiger. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wirft Benko vor, gegenüber einem Investor eine wahrheitswidrige Garantie abgegeben und dessen Stiftung betrügerisch in Höhe von rund fünf Millionen Euro geschädigt zu haben.