Lausitz bei „Wer wird Millionär?“
: 64.000-Euro-Frage führt in den Landkreis Görlitz

Bei „Wer wird Millionär?“ wird ausgerechnet eine Frage zu Deutschlands äußersten Gemeinden für David Kurbel zur Endstation.
Von
Katrin Jokic
Berlin/ Görlitz
Jetzt in der App anhören
Passanten gehen beim Internationalen Straßentheaterfestival ViaThea über die Altstadtbrücke und überqueren den Grenzfluss Neiße zwischen Polen und Deutschland.

Passanten gehen beim Internationalen Straßentheaterfestival ViaThea über die Altstadtbrücke und überqueren den Grenzfluss Neiße zwischen Polen und Deutschland.

picture alliance/dpa | Sebastian Kahnert

Eine Frage mit direktem Bezug in die Lausitz hat am Montagabend (31. August) bei „Wer wird Millionär?“ eine entscheidende Rolle gespielt. Für Kandidat David Kurbel ging es bei Günther Jauch um 64.000 Euro – doch der 34-Jährige aus Berlin wusste nicht weiter.

Kurbel, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Psychologe und systemischer Coach, hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits bis zur 64.000-Euro-Frage vorgearbeitet. Allerdings waren alle vier Joker verbraucht. Zudem hatte er keine Sicherheitsstufe mehr.

Jauch wollte von ihm wissen:

„Wo befindet sich weder die nördlichste, die östlichste, die westlichste noch die südlichste Gemeinde Deutschlands?“

A) Schleswig-Holstein
B) Brandenburg
C) Nordrhein-Westfalen
D) Bayern

Brandenburg oder Bayern? Kandidat will Geld nicht riskieren

Kurbel kennt die Lösung nicht. Seine Überlegungen kreisen vor allem um Brandenburg und Bayern. Doch ohne Joker kann er sich keine Hilfe mehr holen.

Das Risiko ist groß. Mit einer falschen Antwort würde der Kandidat einen erheblichen Teil seines bis dahin erspielten Geldes verlieren. Kurbel entscheidet sich deshalb gegen das Zocken: Er steigt aus und nimmt 32.000 Euro mit nach Hause.

Eine vernünftige Entscheidung – doch anschließend erfährt er, dass die richtige Antwort tatsächlich B) Brandenburg gewesen wäre.

Günther Jauch schwärmt von Görlitz

Bei der Auflösung kommt schließlich die Lausitz ins Spiel. Jauch verweist auf Görlitz und gerät dabei regelrecht ins Schwärmen. Die Stadt sei „eine der schönsten Städte, die es in Deutschland überhaupt gibt“, sagt der Moderator.

Ganz genau muss bei der Frage allerdings zwischen Stadt und Gemeinde unterschieden werden: Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands. Die östlichste Gemeinde der Bundesrepublik ist dagegen Neißeaue im Landkreis Görlitz.

Damit liegt auch der östlichste der vier gesuchten Orte in Sachsen – und nicht im benachbarten Brandenburg.

Auch die anderen drei „Zipfel“ liegen nicht in Brandenburg

Bei den übrigen Antwortmöglichkeiten sieht es anders aus: Im Norden führt der Weg nach Schleswig-Holstein. List auf Sylt gilt als nördlichste Gemeinde Deutschlands.

Die westlichste Gemeinde ist Selfkant im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg. Im Süden liegt Oberstdorf im Allgäu und damit in Bayern.

Brandenburg geht entsprechend bei den vier Himmelsrichtungen leer aus.

Für David Kurbel war genau diese geografische Besonderheit nicht sicher genug abrufbar, um dafür 32.000 Euro aufs Spiel zu setzen. Den Hauptgewinn verpasste er damit zwar – dafür konnte der Berliner seinen Auftritt bei Günther Jauch mit sicheren 32.000 Euro beenden.

Und die Lausitz bekam bei „Wer wird Millionär?“ ganz nebenbei noch ein prominentes Kompliment.