Klare Steigerung bei Heim-WM: Deutsche Basketballerinnen schlagen Japan

Im letzten Vorrundenspiel geht es nach einem freien Tag am Montag gegen Mali.
Andreas Gora/dpa- Deutschland schlägt Japan bei der Heim-WM mit 74:58 und wahrt die Chance auf die K.-o.-Runde.
- Nächster Gegner im letzten Vorrundenspiel: Mali – mit einem Sieg ist Deutschland sicher weiter.
- Beste Werferinnen: Frieda Bühner 19 Punkte, Nyara Sabally 18, Marie Gülich 11, Emma Eichmeyer 10.
- Starkes erstes Viertel und erneuter Lauf nach der Pause – Japan traf schwach von außen.
- Alexis Peterson fehlte mit Infekt, 8.367 Zuschauer sahen die Partie in der Max-Schmeling-Halle.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die deutschen Basketballerinnen haben bei der Heim-WM ihren ersten Sieg gefeiert und damit wieder Kurs auf die K-.o.-Runde genommen. Einen Tag nach dem 53:83-Debakel gegen Medaillenkandidat Spanien gewann das Team von Bundestrainer Olaf Lange in Berlin gegen Japan mit 74:58 (34:29) und hat das Weiterkommen nun selbst in der Hand.
Im letzten Vorrundenspiel geht es nach einem freien Tag am Montag gegen Mali. Mit einem weiteren Sieg ist Deutschland auf jeden Fall weiter. Der Gruppenerste schafft es direkt ins Viertelfinale, der Zweite und Dritte spielen in den Play Ins um die letzten Tickets für die Runde der besten Acht.
Gegen Japan, das zum Auftakt 102:97 gegen Mali gewonnen hatte, war Frieda Bühner mit 19 Punkten beste deutsche Werferin. Zudem trafen Nyara Sabally (18), Marie Gülich (11) und Emma Eichmeyer (10) vor 8.367 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle zweistellig.
Weitere Rückschläge
Anders als am Tag zuvor gegen Spanien startete das deutsche Team mit viel Energie in die Partie. „Es war auch ein kleiner Wake-up-Call für uns“, sagte Kapitänin Gülich zum Debakel gegen Spanien. „Regenerieren, essen, schlafen und dann voller Fokus auf Japan“, hatte Anführerin Leonie Fiebich die Marschroute für das wegweisende zweite Spiel ausgegeben.
Und Deutschland schien die Enttäuschung nach dem Fehlstart in der Tat abgeschüttelt zu haben. Dabei mussten die Gastgeberinnen vor der Partie eine weitere Hiobsbotschaft verkraften. Aufbauspielerin Alexis Peterson fiel wegen eines Infekts aus und war direkt im Hotel geblieben.
Zudem hatte Mali im ersten Spiel des Tages überraschend mit 82:73 (32:34) gegen Vize-Europameister Spanien gewonnen und den Druck auf das deutsche Team damit zusätzlich erhöht. Für Mali war es erst der zweite Sieg bei einer WM überhaupt. 2010 hatten sie in der Platzierungsrunde ihren bislang einzigen Erfolg bei einer WM gefeiert.
Starkes erstes Viertel
Doch die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes steckte auch diese beiden Nackenschläge weg und zeigte eine deutlich bessere Leistung als beim WM-Auftakt. Das deutsche Team ging schnell mit 7:2 in Führung und fand so Vertrauen in die eigenen Aktionen. Zum Ende des ersten Viertels sorgten Sabally und Bühner mit drei verwandelten Dreipunktwürfen in Serie für Hochstimmung in der Max-Schmeling-Halle. Deutschland führte nach zehn Minuten mit 17 Punkten (28:11).
Danach ließ der Schwung aber etwas nach. Deutschland tat sich schwer, seine Größenvorteile unter dem Korb auszuspielen, weil die deutlich kleineren Asiatinnen mit viel Einsatz verteidigten. Bis zur Halbzeit war der deutsche Vorsprung auf fünf Punkte zusammengeschmolzen.
Guter Start in Halbzwei zwei
In der Pause gelang es dem Bundestrainer, sein Team wieder auf Kurs zu bringen. Deutschland setzte sich im dritten Viertel erneut zweistellig ab, auch weil die Japanerinnen anders als am Tag zuvor gegen Mali schlecht aus der Distanz trafen. Gegen Mali waren es 20 verwandelte Dreier gewesen, gegen Deutschland fand in den ersten drei Vierteln nur einer von 21 Versuchen den Weg in den Korb.
Deutschland ging so mit einer 19-Punkte-Führung in den Schlussabschnitt, den Bühner mit einem verwandelten Dreier eröffnete. Danach geriet der so wichtige Erfolg nicht mehr in Gefahr.

