LR+LR+Schicksalsschlag für DFB-Kapitän aus Bösingen
: Joshua Kimmich trauert um seinen Vater Berthold

Tragödie für FC Bayern-Star Joshua Kimmich und seine Familie: Vater Berthold Kimmich wurde völlig unerwartet im Alter von 57 Jahren aus dem Leben gerissen.
Von
Corinne Otto
Bösingen
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Wie stolz die Bösinger auf ihren bekanntesten Mitbürger sind, zeigt sich nun auch an den Infotafeln an den Ortseingängen.

In Bösingen ist man Joshua Kimmich eng verbunden – hier eine Tafel, die zu Beginn der WM aufgestellt wurde (Archivfoto).

Hölsch
  • Joshua Kimmich trauert: Sein Vater Berthold starb mit 57 Jahren völlig unerwartet.
  • Der FC Bayern meldete Kimmichs Ausfall wegen eines Trauerfalls – Medien nannten den Vater.
  • Berthold „Beppo“ Kimmich war Lizenztrainer und förderte Jugend, auch beim VfB Bösingen.
  • Er begleitete die Karriere seines Sohnes, blieb öffentlich im Hintergrund und äußerte sich selten.
  • In Bösingen ist die Anteilnahme groß, der Fußball rückt für Kimmichs Umfeld nun in den Hintergrund.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die traurige Nachricht vom Tode Berthold Kimmichs hatte sich am Mittwoch an seinem Wohnort in Bösingen im Kreis Rottweil schnell verbreitet. Trauer und Bestürzung sind groß.

Zunächst war von Vereinsseite bekannt gegeben worden, dass Kimmich wegen eines Trauerfalls in der Familie beim FC Bayern ausfällt. Verschiedene Medien, zuerst die „Bild“, hatten dann veröffentlicht, dass es sich um Kimmichs Vater handelt. Auch Informationen gegenüber unserer Redaktion bestätigen dies. Ein schrecklicher Schicksalsschlag.

Berthold Kimmich, von vielen Beppo genannt, war erst 57 Jahre alt und wurde völlig überraschend   mitten aus dem Leben gerissen. Er hat die Fußballkarriere seines Sohnes eng begleitet, war aber, ebenso wie der Rest der Familie, in der Öffentlichkeit stets im Hintergrund geblieben. Er selbst spielte wie sein Sohn beim VfB Bösingen und engagierte sich seit Jahrzehnten als Lizenztrainer, unter anderem in der Schwarzwälder Fußballakademie, für junge Spieler. Seinen Sohn Joshua trainierte er einst im heimischen Garten.

Nur bei seltenen Gelegenheiten äußerte sich der Vater, beruflich selbstständig im Finanz- und Versicherungswesen, zur Karriere des Sohnes, so auch 2024 im Interview mit unserer Redaktion, als Julian Nagelsmann Joshua Kimmich gerade zum Spielführer der Nationalmannschaft ernannt hatte.

Höhen und Tiefen begleitet

Es sei auch früher so gewesen, „dass der mit den meisten Länderspielen auch der Kapitän war", sagte Vater Berthold Kimmich auf die Verkündung angesprochen. „Klar, bin ich auch stolz und freue mich. Das ist schon was Außergewöhnliches.“ Wie Berthold Kimmich auch erklärte, habe man in zehn Jahren beim FC Bayern „schon so manches Rauf und Runter erlebt."

Die Familie ist für ihre Bodenständigkeit bekannt. Joshua Kimmich, mit einer Schwester aufgewachsen, bewegte sich bei seinen Besuchen in der Heimat frei und völlig ohne Starallüren. Man konnte ihn mit Vater Berthold und den eigenen Kindern auch durchaus beim Einkaufen im heimischen Discounter treffen. Wie man es in Bösingen eben so macht.

In einem Interview im „Stern“ erinnerte sich Joshua Kimmich nach der Fußball-EM an die Kindheitstage in seiner Heimatgemeinde zurück. Während der WM 2006 sei er mit seinem Deutschland-Trikot „durch die Straßen in Bösingen gelaufen“. Und er habe sich damals gefragt, ob die Spieler überhaupt etwas mitbekommen von der Party im Land. Nun wisse er, wie es sich anfühlt, als Nationalspieler von der Begeisterung der Fans gepusht zu werden.

Große Anteilnahme

In seiner Heimat wird seine Karriere seit den ersten Schritten auf der großen Fußballbühne mit Begeisterung verfolgt. Entsprechend groß ist nun die Anteilnahme – und das Verständnis, dass der Fußball in diesen schweren Tagen völlig in den Hintergrund rückt.