Stürmer des VfB Stuttgart: Deniz Undav - auch als Wahrsager ist er top

Duo mit Durchschlagskraft: Deniz Undav (li.) und Nadiem Amiri.
ALEXANDER HASSENSTEIN/afp- Undav und Amiri drehten nach Einwechslung das zweite WM-Gruppenspiel zum 2:1.
- Undav behauptete, er habe Amiris Einfluss schon am Spieltag „gefühlt“.
- In Minute 68 flankte Amiri, Undav traf per Lauf in die Lücke zum 1:1.
- In der Nachspielzeit erzielte Undav nach Zuspiel von Nmecha das 2:1.
- Duo lobte Fans und Teamstimmung – Motto fürs Ecuador-Spiel: „Einfach weitermachen“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft haben gezittert, mitgefiebert, gebangt. Dabei war doch klar, dass es nicht beim 0:1 gegen die Elfenbeinküste bleiben wird. Sagt zumindest Deniz Undav. Der Stürmer des VfB Stuttgart ist ein selbstbewusster Fußballer, daher hat er sich wohl zugetraut, das zweite Gruppenspiel des DFB-Teams nach seiner Einwechslung noch zu drehen. Aber bei der ganzen Nummer waren auch wahrsagerische Fähigkeiten dabei.
Undav kam in der 60. Minute ins Spiel - gemeinsam mit Vereinskollege Jamie Leweling und Nadiem Amiri. Mit dem Mittelfeldmann vom 1. FSV Mainz 05 schaute der Stuttgarter am Tag nach dem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste noch einmal einige Szenen der Partie an. Und Deniz Undav behauptete: „Ich habe Nadiem schon bei der Aktivierung am Spieltag gesagt, dass ich seit zwei Tagen das Gefühl hab, dass er reinkommt und irgendwas passieren wird.“ Und ob dann was passiert ist.
In der 68. Minute spielte Undav den Ball auf die linke Seite zu Amiri, startete dann in Richtung Strafraum. Amiri lief ein bisschen - und flankte dann nach innen. „Eine brutale Flanke“, lobte Undav den Kollegen und schilderte, was ihm ihm selbst vorging. Er habe versucht, hinter den Gegenspieler zu laufen, damit dieser ihn aus den Augen verliert. Dann „zieht Kai die komplette Aufmerksamkeit auf sich.“ Die Abwehrspieler orientieren sich zum groß gewachsenen deutschen Stürmer, „dadurch entsteht eine riesige Lücke. Mir war sofort klar, dass ich da reinlaufen muss“. Gesagt, getan. Der Ball flog über Havertz und die Innenverteidiger hinweg, Deniz Undav hielt den Fuß hin. „Ganz entspannt, wie man Deniz kennt“, lobte Amiri.
Es war das 1:1 - und wieder blickte Deniz Undav gedanklich nach vorne: „Nach dem 1:1 war mir bewusst: Wir werden das Spiel gewinnen.“ Es dauerte bis in die Nachspielzeit, ehe der Angreifer Recht behielt. Diesmal wurde Undav von Felix Nmecha bedient, nach einem guten ersten Kontakt drehte er sich und erzielte das 2:1. Mit dem linken Fuß - was Nadiem Amiri staunen ließ.
„Ich wusste nicht, dass er einen linken hat. Aber der war Wahnsinn“, sagte der Mainzer. Undav entgegnete lachend: „Das wusste ich selber nicht.“ Nach der Analyse der Spielszenen lachte sich das Duo noch wegen der Jubelszenen nach dem 2:1 schlapp, vor allem, weil Antonio Rüdiger an den Haaren von David Raum gezogen hat. An dem gemeinsamen Jubel sehe man, meinte Amiri, „dass hier was Besonderes entsteht“. Auch die deutschen Fans lobte das Duo. „Die Stimmung ist top, ich hätte niemals gedacht, dass so viele Fans hier sein werden“, sagte Undav - der auch schon das Motto für das dritte Gruppenspiel am Donnerstag gegen Ecuador vorgab.
Es ist recht simpel: „Einfach weitermachen.“
