Der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) gibt die Fußball-Saison 2020/21 zwar noch nicht auf. Wegen der anhaltenden Beschränkungen durch die Corona-Pandemie sei es aber ausgeschlossen, dass die Saison in den Landesspielklassen wie geplant zu Ende geführt werden kann. Auch ein Saisonabbruch wird in Erwägung gezogen. Dies habe der Vorstand des FLB in seiner Sitzung am Montagabend beschlossen, teilt der Verband mit.
In der Mitteilung heißt es: „Die Spielzeit 2020/2021 wird in den Spielklassen des Fußball-Landesverbandes Brandenburg aufgrund der Corona-Pandemie nicht regulär gemäß Rahmenterminkalender zu Ende gespielt werden können. Sofern möglich, wird die Saison nach Durchführung der ersten Halbserie beendet. Die Auf- und Absteiger-Regelungen bleiben davon unberührt.“

Energie Cottbus in Babelsberg

Die Regelung gilt nach Verbandsangaben für alle Alters- und Spielklassen des FLB einschließlich seiner Fußballkreise. Die Pokalwettbewerbe sollen, soweit möglich, zu Ende geführt werden. Dies könne gegebenenfalls auch nach dem 30. Juni 2021 passieren. Im Landespokal war das Viertelfinale für den 14. November 2020 angesetzt. Im Mittelpunkt steht das Viertelfinale zwischen dem SV Babelsberg und Energie Cottbus. Auch die Regionalligisten Union Fürstenwalde und FSV Luckenwalde (gegen den 1. FC Frankfurt) sind noch im Wettbewerb vertreten. Der Finaltag der Amateure ist für Ende Mai vorgesehen.
„Wir müssen die politischen Entscheidungen in der kommenden Woche abwarten“, sagt FLB-Geschäftsführerin Anne Engel mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz am 22. März. „So können wir uns auf weitere Szenarien vorbereiten – die eine Beendigung der Hinrunde, aber auch einen Abbruch bedeuten können.“

Bad Liebenwerda

Deutlich weiter in seinen Beschlüssen geht der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA). Er hat im Ergebnis einer Vorstandssitzung am Montagabend die Saison 2020/21 abgebrochen. FSA-Vizepräsident Jörg Bihlmeyer erklärt gegenüber FuPa: „Damit haben wir auch dem Wunsch vieler Vereine entsprochen. Es wird den Tabellenersten von Verbandsliga bis Landesklasse die Möglichkeit eingeräumt, in die nächst höhere Liga aufzusteigen. Zudem wird es keine Absteiger geben.“ Von 122 Teilnehmern stimmten 90 Vereine für dieses Szenario.
Der Sächsische Fußballverband (SFV) hofft, die Spielzeit 20/21 zumindest mit einer einfachen Runde beenden und werten zu können. Auch im Landespokal bleibe das Ziel, den Teilnehmer für die 1. Runde des DFB-Pokals 2021/2022 sportlich zu ermitteln, heißt es von Verbandsseite.
Der Thüringer Fußball-Verband hat nach der jüngsten Sitzung des Spielausschusses erneut den Willen bekundet, die Saison sportlich zu beenden. Als Deadline steht jedoch der 12. April im Raum. Sollte bis dahin kein regulärer Trainingsbetrieb möglich sein, werde die Saison 2020/21 abgebrochen, heißt es aus Thüringen. Schon jetzt die Saison zu den Akten zu legen, wäre jedoch eine „voreilige Aktion“ gewesen, teilt der Verband mit: „Es gibt eine positive Grundstimmung der beteiligten Vereine zur Fortsetzung der Saison und damit verbunden den Willen, die Saison in eine Wertung zu bekommen.“

Saisonabbruch in Hamburg

Der Hamburger Fußball-Verband (HFV) hatte als erster Landesverband die laufende Saison abgebrochen. Am 10. März gab auch der Verband in Schleswig-Holstein das Aus bekannt. Sobald wieder Fußballspiele möglich sind, soll in Schleswig-Holstein ein sogenannter Derby-Cup stattfinden. Dabei handelt es sich um einen Wettbewerb mit stark regionalem Anstrich auf freiwilliger Basis.
SHFV-Vizepräsidentin Spielbetrieb Sabine Mammitzsch: „Mit dem Derby-Cup wollen wir unseren Vereinen die Möglichkeit bieten, schnellstmöglich in eine attraktive Wettbewerbsform zurückzukehren - mit vielen Derbys, kurzen Wegen und getragen von der Freude über die Rückkehr auf die Fußballplätze.“