Das Vogtlandstadion glich einem Wintermärchen am Samstagnachmittag. Und während fünf der neun Partien des 15. Spieltags der NOFV-Oberliga Süd witterungsbedingt abgesetzt wurden, setzten die Gastgeber des VFC Plauen alles daran, gegen den VfB Krieschow zu spielen.
Die Fans schippten bis kurz vor dem Anpfiff noch fleißig Schnee, um wenigstens die Strafräume und den Mittelkreis von der weißen Pracht zu befreien. Ein reguläres Fußballspiel kam zwar dennoch nicht zustande, aber am Ende trennten sich beide Mannschaften in einer „Schneeballschlacht“ 2:2. In einem von Zufällen geprägten Spiel hatten dabei durchaus beide Teams Chancen auf den Sieg.
„Es war ein kurioses Spiel. Der Schnee lag mindestens zehn bis zwanzig Zentimeter hoch und der Platz war dadurch sehr holprig. Das habe ich auch lange nicht mehr erlebt, dass bei solchen Bedingungen ein Spiel angepfiffen wird. Aber es war der Regel entsprechend, der Platz war nicht gefroren und es bestand von daher keine erhöhte Verletzungsgefahr“, sagt Krieschows Trainer Toni Lempke am Sonntag.
„Fußball spielen war nicht möglich, daher musste man Fußball arbeiten. Eigentlich hatte keine Mannschaft einmal mehr als drei Ballkontakte hintereinander, die Aktionen entstanden alle mehr oder weniger aus dem Zufall heraus. Da der Ball im Schnee liegengeblieben ist, musste man mit hohen und langen Bällen operieren. Aber wir haben das Spiel angenommen und sind auch nicht unverdient in Führung gegangen“, berichtet Lempke.

Andy Hebler muss verletzt raus

Nach einem Eckball von Martin Zurawski traf Martin Dahm per Kopf zur Gäste-Führung (34.). Einen Schreckmoment gab es allerdings kurz zuvor, als VfB-Torjäger Andy Hebler verletzt ausgewechselt werden musste. „Wir wissen noch nicht genau, was er hat. Es sieht nach einer muskulären Verletzung aus“, sagt sein Coach.
Nach dem Plauener Ausgleich kurz nach der Pause gingen die Krieschower erneut in Führung: Filip Hasek konnte sich nach einem langen Ball durchsetzen und traf zum 2:1 (60.). „Unsere beiden Torschützen konnten sich auf dem Schnee am besten durchsetzen – sicher auch, weil sie unsere leichtesten Spieler sind“, erklärt Toni Lempke, dessen Team eine Viertelstunde vor Schluss den erneuten Ausgleich kassierte.
Anschließend vergaben Hasek sowie Paul Pahlow gute Einschussmöglichkeiten, gleichzeitig hatten auch die Gastgeber noch gute Tormöglichkeiten. „Insgesamt ist ein Punkt in Plauen für uns natürlich völlig okay. Wichtig ist, dass wir nun unser Heimspiel gegen Bautzen gewinnen“, betont der Trainer vom VfB Krieschow vor dem Duell am kommenden Samstag (10. Dezember) gegen den Tabellenletzten.