Endlich wieder Eishockey mit Fans auf den Rängen! Die Lausitzer Füchse haben zwar ihr erstes Testspiel gegen die Eisbären Berlin mit 1:8 verloren. Dennoch herrschte am Sonntag eine prächtige Stimmung. Knapp 2000 Zuschauer sorgten für Gänsehaut-Atmosphäre. Auch rund 150 Fans aus Berlin waren in die Lausitz gereist.
Ex-Eisbär und Jens Baxmann, der jetzt für die Füchse spielt und als Kapitän auflief, hatte mit Blick auf die vergangene Corona-Saison betont: „Ohne Zuschauer zu spielen, war schwierig für alle Beteiligten. Es haben einfach die Emotionen von den Rängen gefehlt.“
Diesmal gab es Emotionen – und auch viele Tore. In sportlicher Hinsicht war es die erwartete Mammutaufgabe für das neuformierte Füchse-Team. Denn der deutsche Meister gab im letzten Test vor dem Start in die Champions Hockey League noch einmal richtig Gas. Am Samstagabend hatte Berlin in der Testspiel-Auflage des vergangenen DEL-Finales einen 3:2-Erfolg bei den Grizzlys Wolfsburg geholt.
In Weißwasser sorgten die Gäste mit drei Toren im ersten Drittel schnell für klare Fronten. Füchse-Trainer Chris Straube schickte die erwarteten Pärchen bei den Importspielern auf das Eis. Die beiden Finnen Arttu Rämö und Roope Mäkitalo spielten gemeinsam mit Toni Ritter. Das kanadische Duo Peter Quenneville und Hunter Garlent wurde durch Rückkehrer Clarke Breitkreuz ergänzt. Er erzielte in der 23. Minute auch das erste Füchse-Tor in der Saisonvorbereitung.
Auf dem Eis ging es zwischen den Kooperationspartnern aber nicht nur freundschaftlich zu. Nach einem Faustkampf zwischen Clarke Breitkreuz und Morgan Ellis im 2. Drittel war für beide Kampfhähne die Partie mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe beendet. „Endlich wieder Eishockey“, kommentierten die Fans die Keilerei.

Das sagen die beiden Trainer

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Nach der harten Partie gestern war es ein gutes Spiel von uns. Man hat gesehen, dass es heute das erste Vorbereitungsspiel für Weißwasser war. Die Chemie und das Zusammenspiel innerhalb unserer Mannschaft werden immer besser. Ich habe viel Positives gesehen, worauf wir aufbauen können. Unsere jungen Spieler haben viel Eiszeit bekommen und ein super Spiel gemacht.“
Chris Straube (Trainer Lausitzer Füchse): „Ich bin insgesamt zufrieden mit dem Spiel. Wenn man gegen eine Mannschaft wie Berlin spielt, dann werden die Fehler natürlich sofort ausgenutzt. Aber wir sind als Mannschaft erst eine Woche zusammen und müssen an den Fehlern arbeiten. Alle Spieler haben trotz des Ergebnisses eine gute Moral gezeigt und weiter hart gespielt.“
Lausitzer Füchse – Eisbären Berlin 1:8 (0:3, 1:2, 0:3)
Tore: 0:1 Fiore (11.), 0:2 Noebels (12.), 0:3 Pföderl (18.), 1:3 Breitkreuz (23.), 1:4 Geibel (28.), 1:5 Clark (34.), 1:6 Pföderl (53.), 1:7 Streu (55.), 1:8 Clark (60.); Schiedsrichter: Bauer/Jansen; Zuschauer: 1611; Strafminuten: 6+5+Spieldauerdisz. Breitkreuz/4+5+Spieldauerdisz. Ellis
Lausitzer Füchse – Eisbären Berlin

Bildergalerie Lausitzer Füchse – Eisbären Berlin