Jetzt wird es ganz schwer für die Lausitzer Füchse im Kampf um die Playoff-Runde in der DEL2. Weißwasser kassierte am Sonntagabend eine 3:5-Heimniederlage gegen die Heilbronner Falken und damit einem direkten Playoff-Mitbewerber.
Fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde sind die Chancen der Füchse, doch noch Tabellenplatz acht zu erreichen, angesichts von jetzt zehn Punkten Rückstand auf ein Minimum gesunken. Weißwasser ist durch diese Niederlage auf Rang zwölf abgerutscht.
Auch die Gesänge der Fans konnten die Gastgeber nicht zum so dringend nötigen Heimsieg tragen. Fangesänge? Zumindest als Pappfiguren sind die Anhänger ja schon seit einigen Wochen in der Eisarena präsent. Diesmal gab es im Verlauf des Spiels zusätzlich auch noch die typischen Gesänge aus den Lautsprechern zu hören. Wegen der Corona-Pandemie spielt die DEL2 schon die gesamte Saison ohne Zuschauer.
Am Freitagabend hatten die Lausitzer Füchse eine 4:5-Niederlage beim EHC Freiburg kassiert. Für Weißwasser war es die vierte Niederlage im vierten Duell mit den Breisgauern in dieser Saison. Dabei lagen die Gäste nach acht Minuten bereits 2:0 in Führung. Danach machten sie aber individuelle Fehler und gerieten auf die Verliererstraße.
Im Heimspiel gegen Heilbronn am Sonntagabend stand erneut Mac Carruth zwischen den Pfosten, obwohl der Keeper mit Schmerzen in das Wochenende gegangen war.

Weißwasser

Beiden Mannschaften merkte man an, dass es in dieser Partie um den Einzug in die Playoffs ging. Sie lieferten sich von der ersten Minute an einen verbissenen Kampf. Die besseren Chancen erspielten sich im 1. Drittel die Gastgeber. Heilbronn dagegen versuchte, immer wieder die Schüsse vor dem Kasten von Mac Carruth abzufälschen. Tore fielen in den ersten 20 Minuten jedoch keine.
Bemerkenswert: Mit Weißwasser und Heilbronn trafen die Mannschaften mit den meisten Strafminuten in der DEL2 aufeinander. Die Lausitzer Füchse brachten 612 Strafminuten mit in diese Partie, Heilbronn sogar 639. Diesmal bewegte sich jedoch alles in einem normalen Rahmen.
Und dennoch spielten die Strafen eine wichtige Rolle. In Überzahl traf erst Davis Koch in der 26. Minute zur 1:0-Führung für Heilbronn. In der 33. Minute sorgte Thomas Reichel ebenfalls in Überzahl für den 1:1-Ausgleich. Kurz danach erzielte Luis Rentsch das 2:1 (35.) für Weißwasser.
In die zweite Pause bringen konnte die Gastgeber diesen knappen Vorsprung aber nicht. Denn Yannik Valenti haute in der 37. Minute den Puck trocken und humorlos unter die Latte zum 2:2-Ausgleich.
Heilbronn war nun das bissigere Team und kam kurz nach Wiederbeginn zum 3:2 durch Justin Kirsch (42.). Doch Nick Ross sorgte mit dem 3:3 (52.) wieder für Hoffnungen – und auch die Fans sorgte für Stimmung. „Weißwasser, Weißwasser“, schallte es aus den Lautsprechern.
Das 4:3 durch Kevin Maginot (56.) wurde dann jedoch zum Stimmungskiller aus Weißwasseraner Sicht. Keine Punkte und auch keine Siegesgesänge aus den Lautsprechern – der vierte Heilbronner besiegelte die Niederlage der Lausitzer Füchse. Trainer Chris Straube nahm frühzeitig Torhüter Mac Carruth zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Bryce Gervais traf ins leere Tor zum 5:3-Endstand (60.).
Für die Lausitzer Füchse geht es am Donnerstag mit dem Auswärtsspiel bei den Ravensburg Towerstars weiter (Beginn um 19.30 Uhr). Die Hauptrunde in der DEL2 endet am 11. April.

Das sagen die Trainer

Bill Stewart (Trainer Heilbronner Falken): „Weißwasser war im 1. Drittel das bessere Team. Da haben wir viele Fehler gemacht. Die besten Spieler auf dem Eis waren die beiden Torhüter. Wir haben heute im Powerplay sehr gut gespielt.“
Chris Straube (Trainer Lausitzer Füchse): „Das war eine sehr enge Partie. Ich denke, wir waren bei fünf gegen fünf die bessere Mannschaft. Aber Heilbronn hat sehr stark in Überzahl gespielt. Das hat heute den Unterschied ausgemacht. Meine Jungs haben trotzdem gut gespielt und in den letzten Minuten noch einmal viel Druck gemacht.“
Lausitzer Füchse – Heilbronner Falken 3:5 (0:0, 2:2, 1:3)
Tore: 0:1 Koch (26.), 1:1 Reichel (33.), 2:1 Rentsch (35.), 2:2 Valenti (37.), 2:3 Kirsch (42.), 3:3 N. Ross (52.), 3:4 Maginot (56.), 3:5 Gervais (60.); Schiedsrichter: Apel/Falten; Zuschauer: keine; Strafminuten: 8/4.
Das nächste Spiel: Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse (Donnerstag, 19.30 Uhr)
Lausitzer Füchse – Heilbronner Falken

Bildergalerie Lausitzer Füchse – Heilbronner Falken