Von wegen, die Lausitzer Füchse und die Eislöwen Dresden tun sich schwer mit dem Tore schießen! Das Sachsenderby der DEL2 wurde am Freitagabend im Fuchsbau in Weißwasser zum Tor-Festival. Vor 2886 Zuschauern setzten sich die Gastgeber mit 5:3 durch. In der Tabelle ziehen die Lausitzer Füchse mit dem dritten Sieg in Serie am Erzrivalen aus Dresden vorbei.
„Das war insgesamt ein sehr gutes Eishockeyspiel. Dresden hat uns sehr viel abverlangt. Im 2. und 3. Drittel haben wir gute Antworten gefunden“, sagte Füchse-Coach Petteri Väkiparta.

Kritik bei Eislöwen Dresden

Vor dem zweiten Aufeinandertreffen in dieser Saison lagen nur noch zwei Punkte zwischen den Lausitzer Füchsen (27) und den Eislöwen Dresden (29). Die Gäste aus der Landeshauptstadt kamen mit der Bilanz von drei Niederlagen in den zurückliegenden vier Spielen nach der Länderspielpause in den Fuchsbau nach Weißwasser. Sein Team sei „viel zu harmlos im Abschluss“, hatte Eislöwen-Coach Andreas Brockmann zuletzt kritisiert.
Bei den Lausitzer Füchsen – mit 49 Toren in 20 Spielen auch nicht gerade super torhungrig – stand diesmal wieder Ville Kolppanen im Kasten. Sein finnischer Landsmann Teemu Henritius musste als überzähliger Importspieler von der Tribüne aus zuschauen.
Bereits im 1. Drittel sahen die Fans in diesem temporeichen Derby insgesamt fünf Tore. Zunächst traf Johan Porsberger in der 8. Minute für Dresden. Dann machten Hunter Garlent (9.) und Lane Scheidl (10.) postwendend diesen Rückstand wett. Beide Treffer fielen innerhalb von nur 13 Sekunden. Durch den Doppelpack von Jordan Knackstedt (16., 19.) gingen die Gäste aber erneut in Führung.
Es blieb auch im 2. Drittel ein offener Schlagabtausch mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. Maximilian Heim traf in der 23. Minute zum 3:3-Ausgleich für Weißwasser. Bemerkenswert: Obwohl dieses Derby mit viel Einsatz geführt wurde, gab es erst in der 32. Minute die erste Strafe – Kristian Blumenschein von den Füchsen musste für zwei Minuten in die Kühlbox. „Wir müssen weiter hart arbeiten und defensiv sicher stehen. Dann werden sich vorn auch Chancen ergeben“, sagte Torschütze Maximilian Heim in der Drittelpause am Mikrofon von Sprade-TV.

Doppelpack der Lausitzer Füchse

Und diese Chancen nutzte Weißwasser gleich zu Beginn des letzten Drittels konsequent aus. 57 Sekunden nach Wiederbeginn erzielte Clarke Breitkreuz in Überzahl das 4:3 (41.). Lane Scheidl erhöhte auf 5:3 (44.). Diese beiden Treffen bedeuten die Vorentscheidung. Bereits zwei Minuten vor dem Ende gab es stehenden Applaus der Weißwasseraner Fans. „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“, schallte es von den Rängen.
Überschattet wurde das Derby durch einen medizinischen Notfall. Im letzten Drittel flog ein Puck in den Zuschauerbereich und traf einen Fan am Kopf. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. Füchse-Trainer Petteri Väkiparta: „Das ist eine unglückliche Sache. Wir wünschen dem Fan gute Besserung.“
Für die Lausitzer Füchse geht es am Sonntag mit der Partie bei den Wölfen Selb weiter (17 Uhr).
Lausitzer Füchse – Eislöwen Dresden 5:3 (2:3, 1:0, 2:0)
Tore: 0:1 Porsberger (8.), 1:1 Garlent (9.), 2:1 Scheidl (10.), 2:2 Knackstedt (16.), 2:3 Knackstedt (19.), 3:3 Heim (23.), 4:3 Breitkreuz (41.), 5:3 Scheidl (44.); Schiedsrichter: Klein/Westrich; Zuschauer: 2886; Strafminuten: 4/6.
Das nächste Spiel: Wölfe Selb – Lausitzer Füchse am Sonntag um 17 Uhr.