Petteri Väkiparta hat genau nachgerechnet. „Wir kommen in dieser Woche auf 3500 Kilometer im Bus“, sagt der Trainer der Lausitzer Füchse. In der DEL2 stehen für Weißwasser drei Auswärtsspiele in Folge im Spielplan. Innerhalb von fünf Tagen – was für ein Mammutprogramm mit durchweg langen Reisen.
Bislang mussten die Lausitzer Füchse die Heimreise jeweils mit leeren Händen antreten. Los ging es am Sonntag mit dem 1:4 bei Tabellenführer Kassel Huskies. Am Dienstag folgte eine 1:2-Niederlage beim Tabellenzweiten ESV Kaufbeuren. Und am Freitag geht es für das Team aus Weißwasser zu den Heilbronner Falken. „Das ist eine der anstrengendsten Wochen, die ich als Trainer bisher erlebt habe“, betont Väkiparta.

Weißwasser liegt auf Tabellenplatz 11

Zumal auch der sportliche Druck in diesen Tagen groß ist. Weißwasser liegt auf Tabellenplatz 11. Für den vorzeitigen Klassenerhalt ist aber mindestens Rang zehn nötig. Trotz der großen Strapazen für seine Mannschaft in dieser Woche will sich Väkiparta nicht beklagen. „Der Spielplan ist nun mal so wie er ist. Wir müssen das Beste daraus machen“, meint der Coach aus Finnland und ergänzt: „Die Spieler sind daran gewöhnt, im Bus so gut wie möglich zu regenerieren.“
Kopfkissen, eine Matte – all das gehört bei vielen Spielern zum wichtigen Reisegepäck bei solchen Auswärtsfahrten. Vom Spiel im Kaufbeuren kehrte das Team beispielsweise um 6 Uhr morgens zurück. Daneben ist auch die Fokussierung auf den Wettkampf bereits unterwegs im Bus ein wichtiges Thema für Väkiparta. Denn nach der Ankunft am Spielort müssen die Spieler dann in relativ kurzer Zeit die volle Leistung abrufen. „Man spricht ja immer von den sogenannten Bus-Beinen. Aber der Bus-Kopf ist noch viel entscheidender. Im Bus ist es eng, da wirst du müde. Trotzdem muss der Motor dann ganz schnell auf vollen Touren laufen“, beschreibt Väkiparta die Herausforderung.
Am Dienstagabend in Kaufbeuren kamen die Lausitzer Füchse damit ziemlich gut klar – keine Spur von Bus-Kopf. Die Gäste spielten zwei Drittel lang ein richtig gutes Auswärtsmatch und kamen zwischenzeitlich zum 1:1-Ausgleich durch Jan Nijenhuis (22. Minute). Nach drei eigenen Pfostenschüssen reichte es dennoch nicht zu einem Punktgewinn, weil Weißwasser an der mangelhaften Chancenverwertung scheiterte.

Lausitzer Füchse gegen Bayreuth

Ach ja, das nächste Heimspiel? Das gibt es! Am Sonntag treffen die Lausitzer Füchse auf die Bayreuth Tigers (17 Uhr). Das Duell mit dem Tabellenschlusslicht wird für Väkiparta und sein Team dann zur wichtigen Pflichtaufgabe. Gegen Bayreuth muss ein Sieg her, um in der Tabelle nicht noch weiter abzurutschen. Der Abstand zu den Selber Wölfen auf Rang zehn beträgt drei Punkte. Das ist zwar nicht viel. Dennoch dürfte dieses Heimspiel nach den ganzen Reisestrapazen eine echte Herausforderung für die Lausitzer Füchse werden.
Positiv: Es gibt gute Nachrichten aus dem Lazarett. Die zuletzt pausierenden Verteidiger Steve Hanusch, Dominik Bohac, Jan Bednar und Kristian Blumenschein sowie Stürmer Clarke Breitkreuz konnten am Mittwoch wieder auf dem Eis trainieren. Der eine oder andere aus diesem Quintett dürfte dann auch am Freitag im Bus in Richtung Heilbronn sitzen.