Die Lausitzer Füchse waren beim 0:3 (0:1, 0:1, 0:1) vor gut 1900 Zuschauern letzten Endes chancenlos gegen die Ravensburg Towerstars, die erst am Tag des Spiels angereist waren und sofort aus dem Bus in die Weißwasseraner Eishalle kamen. Die erste Aufregung gab es dort schon vor dem ersten Bully. Ein Fehlalarm der Brandmeldeanlage hatte kurz aufschrecken lassen.
Los gehen konnte die Partie dennoch pünktlich. Die erste Chance nach wenigen Sekunden gehörte den Lausitzer Füchsen (1.), die auch sogleich das erste Mal in Überzahl spielten (2.). Der erste Treffer gehörte aber den Gästen, die fortan im ersten Drittel die Kontrolle übernahmen. Josh MacDonald ließ Nikita Quapp im Füchse-Tor keine Chance (4.).

Die Lausitzer Füchse und die Ravensburg Towerstars begegnen sich mit einigen Nickeligkeiten

Als innerhalb weniger Sekunden gleich zwei Weißwasser-Spieler hart in die Bande gecheckt wurden (13.) und der Ravensburger Fabian Dietz wegen Stockschlags eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte (14.), drohten die Referees kurzzeitig die Kontrolle zu verlieren. Die Gemüter beruhigten sich aber und es wurde wieder Eishockey gespielt, Füchse-Stürmer Hunter Garlent verpasste den Ausgleich kurz vor der Drittelpause nur um Millimeter (20.).
Auch im zweiten Drittel erarbeitete sich Weißwasser schnell die nächste Chance, kam aber nicht zum Ausgleich (23.). Stattdessen wurde es wieder nickelig. Nach einem harten, aber fairen Check der Ravensburger revanchierte sich Jan Nijenhuis auf unfaire Weise und erhielt zwei Strafminuten wegen übertriebener Härte (28.).
Als sich dann wieder auf den Puck konzentriert wurde, kamen die Füchse einem Ausgleich erneut nah, doch der Pfosten verhinderte das 1:1 (32.). Allzu viel passierte vor beiden Toren aber nicht, die Ravensburger konzentrierten sich auf ihr körperbetontes Spiel, die Lausitzer Füchse ließen sich davon ein Stück weit einschüchtern. Als dann Hunter Garlent zwei Minuten wegen Beinstellens kassierte, machten die Towerstars durch Julian Eichinger prompt das 0:2 (37.). Von den Rängen kamen „Schieber“-Rufe angesichts von Garlents Strafzeit.

Ein Eigentor der Lausitzer Füchse entscheidet die Partie früh im dritten Drittel

Endgültig entschieden war die Partie früh im letzten Drittel. Nach einem Distanzschuss von der blauen Linie stocherte sich die Weißwasser-Defensive den Puck beim Klärungsversuch irgendwie selbst ins Tor (42.). Dennoch steckten die Lausitzer nicht auf, versuchten den Anschlusstreffer zu erzielen, doch blieben erfolglos – auch weil Ravensburg-Goalie Jonas Langmann einen Abschluss aus kürzester Distanz stark parierte (51.).
Auch eine Power-Play-Phase wenige Minuten später brachte Weißwasser keinen Torerfolg, sodass es beim 0:3 blieb. Die Chance zur Revanche wartet bereits am Freitag, dann reisen die Lausitzer Füchse nach Ravensburg. Ein kleiner Trost ist auch das Ergebnis vom Freitagabend: Dort gewannen die Lausitzer Füchse mit 3:1 gegen die Bayreuth Tigers.

Die Stimmen der Trainer

Tim Kehler (Ravensburg Towerstars): „Das Spiel gefällt mir! Die Jungs sind neuneinhalb Stunden im Bus gefahren und kommen hier spät an, doch das war egal. Die Kraft, die Struktur, der Kampf in unserer Mannschaft war perfekt. Es ist ein super Wochenende für die Jungs. Wir haben viel Respekt vor der Weißwasser-Mannschaft, die immer hart gekämpft hat. Es sind immer körperliche, sehr emotionale Spiele hier in Weißwasser.“
Petteri Väkiparta (Lausitzer Füchse): „Alles, was Tim gesagt hat, stimmt. Unser Fehler im ersten Drittel war, dass wir ein bisschen geschaut haben, was der Gegner auf dem Eis macht. Da waren wir ein bisschen leblos, im zweiten Drittel hatten wir mehr Leben drin, aber dann kommt ein Überzahltor. Unser Torwart sieht die Scheibe nicht, das ist schwierig. Heute waren wir nicht voll da. Warum das so war, müssen wir jetzt herausfinden. Am Freitag können wir die neuneinhalb Stunden nach Ravensburg genießen. Das ist ein bisschen wie ein Play-Off-Modus mitten in der Saison, das finde ich gut.“
Lausitzer Füchse – Ravensburg Towerstars 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)
Tore: 0:1 Josh MacDonald (4.), 0:2 Julian Eichinger (37.), 0:3 Sam Herr (42.) – Schiedsrichter: Brill/Ratz; Zuschauer: 1912; Strafminuten: 4/6.
Das nächste Spiel: Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse am Freitag um 20 Uhr.