Emma Hinze fuhr schon im Vorlauf mit einem breiten Grinsen über die Bahn, als die Cottbuserin die Ziellinie passierte hatte. Im Finale wurde dann sogar ein goldiges Lächeln daraus. Denn Hinze holte sich gemeinsam mit Pauline Grabosch zum Auftakt der Bahnrad-Weltmeisterschaft in Berlin Platz eins im Teamsprint.

Im Finale setzte sich das deutsche Duo gegen Australien durch. Im vergangenen Jahr hatte Hinze gemeinsam mit Miriam Welte die WM-Bronzemedaille erkämpft. „Ich wollte unbedingt dieses Regenbogentrikot, jetzt bin ich einfach nur überglücklich“, jubelte die 22-jährige Cottbuserin.

Der Plan von Bundestrainer Detlef Uibel ging perfekt auf. In der Qualifikation wurde Emma Hinze geschont. Denn sie peilt bei den Titelkämpfen einen Dreifach-Start an und sollte Kräfte sparen. Am Freitag folgt für Hinze das Sprint-Turnier, am Sonntag der Keirin-Wettbewerb.

Pauline Grabosch und Lea Sophie Friedrich aus Dassow fuhren in der Qualifikation die fünftschnellste Zeit (32,840 Sekunden). Anschließend setzten sich Hinze/Grabosch dann gegen Kanada durch und machte damit den Weg ins Finale frei. „Ich bin unheimlich stolz auf alle drei Mädchen, wie sie zusammenarbeiten und sich gemeinsam weiterentwickelt haben“, lobte Uibel sein Gold-Trio.

Für das deutsche Herrentrio mit dem Cottbuser Maximilian Levy, Stefan Bötticher (Chemnitz) sowie Eric Engler aus Cottbus als Anfahrer war die Teamsprint-Konkurrenz die erwartet schwere Aufgabe. Nach Platz sieben in der Qualifikation (43,140 Sekunden) war dann gegen Großbritannien Endstation. Am Ende wurde es Rang sechs. Immerhin fuhr Levy mit starken Leistungen auf der Position drei das Trio zu den Olympischen Spielen in Tokio.

„Das Olympiaticket war das Minimalziel. Diese Aufgabe haben wir mit Platz sechs gut gelöst, weil wir die direkten Konkurrenten hinter und gelassen haben. Unser Problem ist nach wie vor das Anfahren. Das war nicht das, was wir erwartet haben. Dabei war Eric Engler in der Vorbereitung sehr stabil. Das ist schon ein wenig enttäuschend“, erklärte Bundestrainer Detlef Uibel.

Levy bilanzierte: „Mit dem 6. Platz können wir gut leben. Wir sind zwei Mal Saisonbestzeit gefahren, das ist auch wichtig fürs Selbstvertrauen. Für mich persönlich ist die dritte Runde sehr gut gelaufen. Da bin auf absolutem Weltniveau, obwohl die anderen weitaus schnellere zweite Leute vor sich haben.“