Vandalismus in Tschechien: Kind beschädigt Sandstein-Felsen im Nationalpark, Familie zahlt

Blick auf das Prebischtor: Die Sandsteinfelsenbrücke in der Böhmischen Schweiz nahe der Grenze zu Sachsen befindet sich im Nationalpark Böhmische Schweiz. Touristen sollten sich dort eigentlich an bestimmte Regeln halten. Was war passiert.
Hájek Ondøej/CTK/dpa- Familie zahlte rund 400 Euro, weil ihr Kind Sandstein am Prebischtor ritzte.
- Ein Besucher filmte die Tat mit dem Handy und alarmierte die Behörden.
- Die Verwaltung sprach von einem Kinderfehler, appellierte aber an die Regeln.
- Nur Wind, Wasser und Zeit sollen die Sandsteinformationen verändern – Eingriffe sind verboten.
- Das Prebischtor ist streng geschützt, liegt auf Privatgelände und kostet fünf Euro Eintritt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Ausflug zum Prebischtor im Nationalpark Böhmische Schweiz in Tschechien unweit der Grenze zu Sachsen ist einer Familie jetzt teuer zu stehen gekommen. Weil ihr Sohn auf einer der Aussichtsplattformen an der Sandsteinbrücke mit einem spitzen Gegenstand in den Felsen ritzte, mussten die Eltern eine Geldstrafe von umgerechnet rund 400 Euro bezahlen. Das teilt die Nationalparkverwaltung mit.
Ein anderer Besucher hatte die Zuwiderhandlung mit seinem Handy gefilmt und die Behörden alarmiert. Das Kind benutzte offenbar eine Art Lineal oder Geodreieck.
In diesem konkreten Fall habe es sich eher um einen Kinderfehler als um böse Absicht gehandelt, räumte ein Sprecher der Nationalparkverwaltung in einem Post in den sozialen Medien später ein. Dennoch appelliere man an alle Besucher, sich an die Regeln zu halten. Nur Wind, Wasser und die Zeit sollten die Geschichte der Sandsteinformationen in der Böhmischen Schweiz fortschreiben.
Wahrzeichen des Nationalparks befindet sich auf Privatgelände
Das Prebischtor ist das bekannteste Wahrzeichen des tschechischen Nationalparks Böhmische Schweiz, der unmittelbar an die Sächsische Schweiz angrenzt. Mit einer Spannweite von rund 26,5 Metern gilt es als größtes natürliches Sandstein-Felsentor in Europa. Es ist ein herausragendes, streng geschütztes Naturdenkmal aus Sandstein. Das weiche Gestein verwittert ohnehin durch natürliche Erosion – künstliche Kerben beschleunigen diesen Prozess und sind deshalb streng verboten.
Obwohl das Prebischtor Teil des Nationalparks ist, befindet es sich seit 1999 auf einem Privatgrundstück. Damals hatten die staatlichen Forstbetriebe das Areal an einen Unternehmer verkauft. Für das Betreten muss Eintritt von derzeit fünf Euro je Erwachsenem bezahlt werden.
