Tödlicher Unfall in Sachsen: Pilot stirbt bei Hubschrauber-Absturz im Wald im Erzgebirge

Hubschrauber bei Sehmatal abgestürzt: Das Wrack des Helikopters liegt in einem Waldstück. Bei Kalkarbeiten ist der Hubschrauber in einem Wald im Erzgebirge abgestürzt. Der Pilot kam ums Leben, teilte die Polizeidirektion Chemnitz mit.
Mike Mueller/dpa- Hubschrauber stürzte bei Sehmatal im Erzgebirge ab – der Pilot starb noch am Unglücksort.
- Der Helikopter kalkte den Waldboden, fing nach dem Aufprall Feuer und brannte kurz.
- Arbeiter zogen den Mann aus der Maschine, doch trotz Soforthilfe kam jede Hilfe zu spät.
- Mehr als 85 Feuerwehrleute löschten den Brand schnell und verhinderten eine Ausbreitung.
- Polizei und Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermitteln zur Ursache; Identität offen.
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Beim Absturz eines Hubschraubers in einem Wald bei Sehmatal im Erzgebirge im Freistaat Sachsen ist der Pilot ums Leben gekommen. Das teilte die Polizeidirektion Chemnitz mit. Der Helikopter war am Freitag, 14. August 2026, im Einsatz, um den Waldboden zu kalken.
Arbeiter hätten den Mann nach dem Aufprall noch aus der verunglückten Maschine gezogen. Er sei aber trotz Sofort-Rettungsmaßnahmen am Unglücksort seinen Verletzungen erlegen. Zur Identität des Mannes wurden keine Angaben gemacht.
Der Helikopter geriet in Brand. Die Feuerwehr konnte das Feuer rasch löschen und ein Ausbreiten der Flammen verhindern. Nach Angaben von Kreisbrandmeister Falko Auerswald rückten mehr als 85 Kameraden aus, weil das Feuer als Großbrand eingestuft wurde. Zuletzt sei noch ein Löschfahrzeug für Absicherungsarbeiten am Ort des Geschehens geblieben.
Polizei und Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermitteln
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei flog der Hubschrauber zum Zeitpunkt des Absturzes über ein Waldgebiet bei Neudorf, einem Ortsteil von Sehmathal. Die Polizeidirektion in Chemnitz erhielt um 9.55 Uhr Kenntnis von dem Unfall. Zur Unglücksursache ermitteln die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung.
Waldböden werden gekalkt, um die Versauerung auszugleichen. Sie entsteht infolge von Umwelteinflüssen wie saurem Regen und Stickstoff. Nach Angaben von Sachsenforst war der Pilot kein Angestellter des staatseigenen Unternehmens. Bei der Kalkung arbeite man mit externen Firmen zusammen, hieß es.
Schon früher stürzten Hubschrauber bei Waldkalkungen ab
Hubschrauber kommen beim Kalken der Waldböden immer wieder zum Einsatz. Die Kalkung aus der Luft wird vorgenommen, um die Versauerung des Waldbodens auszugleichen. Sie entsteht infolge von Umwelteinflüssen wie saurem Regen und Stickstoff.
In Sachsen kam es in den 2000er-Jahren vermehrt zu Zwischenfällen bei Waldkalkungen. Im Jahr 2001 stürzte ein Helikopter in Lichtentanne (Landkreis Zwickau) auf die Erde - der Pilot wurde leicht verletzt. Vier Jahre später, im Jahr 2005, verunglückte ein Hubschrauber in Oberwiesenthal am Fichtelberg - der Pilot wurde dabei schwer verletzt. Und 2006 streifte ein Helikopter auf seinem Flug über einen Wald mehrere Bäume in Marienberg im Erzgebirgskreis südöstlich von Chemnitz - verletzt wurde damals niemand.
