Tiger bei Leipzig
: Pfleger stirbt nach Angriff, neue Ermittlungen eingeleitet

Bei Leipzig war ein Mann von einem Tiger angegriffen und schwer verletzt worden. Nun ist der Tierpfleger gestorben.
Von
dpa
Leipzig
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Bei Leipzig war ein Tiger aus privater Haltung entkommen und später erschossen worden. Ein Pfleger wurde bei dem Angriff des Tieres verletzt und ist nun gestorben. (Archivbild)

Heiko Rebsch/dpa
  • Nach Tigerangriff nahe Leipzig starb der verletzte Pfleger. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
  • Der 72-Jährige erlag seinen schweren Verletzungen, wie die Behörde mitteilte.
  • Der Tiger war aus privater Haltung in Dölzig entkommen und wurde von der Polizei erschossen.
  • In der Anlage lebten acht weitere Raubkatzen – sechs kamen in eine Auffangstation nach Spanien.
  • Die Halterin erklärte, sie habe keine Erklärung für den Ausbruch; sie war beim Vorfall nicht vor Ort.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Rund zwei Monate nach der Attacke eines Tigers auf einen Pfleger in einer privaten Tierhaltung nahe Leipzig ist der Mann gestorben. Der 72-Jährige erlag seinen schweren Verletzungen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Nun werde wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassung ermittelt.

Mitte Mai war ein ausgewachsener männlicher Tiger aus einem privaten Gehege einer ehemaligen Zirkus-Artistin in einem Gewerbegebiet in Dölzig nahe der Autobahn 9 entkommen. Dabei wurde der 72 Jahre alte Helfer der Artistin schwer verletzt.

Wie die Staatsanwaltschaft nun mitteilte, erlag der Mann am 10. Juli seinen schweren Verletzungen. Die Polizei erschoss die Raubkatze nur wenige Meter von einer Kleingartenanlage entfernt.

Nach Angriff bei Leipzig: Sechs Tiger nach Spanien gebracht

In der Anlage hatten noch acht weitere Raubkatzen gelebt. Nach wochenlangen Diskussionen wurden sechs Tiere inzwischen in eine Auffangstation nach Spanien gebracht, weil das Areal nach Angaben des Landratsamtes Nordsachsen für die Anzahl der Tiger zu klein sei.

Nach dem Ausbruch und der Attacke war der ausgewachsene Tiger einer angrenzenden Kleingartenanlage nahegekommen. Zum Schutz der dortigen Menschen erschossen Polizeibeamte das Tier.

Die ehemalige Dompteurin und Halterin der Anlage hatte keine Erklärung dafür, wie es zu dem Ausbruch kommen konnte. „Ich habe nichts falsch gemacht. Meine Helfer sind zu 100 Prozent instruiert. Ich verstehe nicht, was hier passiert ist“, hatte sie gesagt. Bei dem Vorfall war sie selbst nicht vor Ort.