In Sachsen sind vier weitere Wolfsrudel registriert worden. Aktuell gibt es in Sachsen 29 bestätigte Wolfsterritorien, wie die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) am Dienstag in Dresden mitteilte. Dabei handelt es sich um 28 Rudel und ein Paar. Neu dazugekommen sind die Rudel Neukollm, Daubitz II, Rauden und Hohwald, die alle in der Lausitz liegen.
In vier weiteren Gebieten in Sachsen gibt es einzelne Nachweise, die auf ein Wolfsvorkommen schließen lassen. Dazu gehören der Wermsdorfer Forst, der Raum Marienberg, der Raum Moritzburg und der Raum Weißwasser. Ob es sich dabei um Einzeltiere, ein Paar oder Rudel handelt und ob die Gebiete gegebenenfalls zu Wolfsterritorien werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar und wird über das Monitoring weiter beobachtet.

Wolfsbestand in der Lausitz verdichtet sich

Die Auswertung für das Monitoringjahr 2019/2020 zeigt, dass sich der Wolfsbestand mit vier neuen Rudeln in der Lausitz verdichtet und insgesamt räumlich in Sachsen ausbreitet. Demnach ist auch der Nordwesten Sachsens besiedelt.
In 26 Rudeln hat es im Untersuchungszeitraum Nachwuchs mit insgesamt 96 Welpen gegeben. 24 Wölfe wurden tot gefunden. In 18 Fällen waren Verkehrsunfälle die Ursache. Drei Wölfe starben eines natürlichen Todes, ein Wolf wurde im Dezember 2019 illegal getötet und in zwei Fällen blieb die Todesursache unklar.

Berlin

Das Monitoringjahr dauert vom 1. Mai bis zum 30. April und ist an das biologische Wolfsjahr angelehnt, von der Geburt der Welpen bis zum Ende ihres ersten Lebensjahres.