Schneefall hat am Dienstagmorgen den morgendlichen Autoverkehr in Sachsen erheblich behindert und zum Teil zum Erliegen gebracht. Auf sämtlichen Straßen südöstlich von Leipzig bis zur Landesgrenze Bayern komme es immer wieder zu Staus und stockendem Verkehr, sagte ein Sprecher des sächsischen Verkehrswarndienstes. Besonders betroffen ist die A4 zwischen Bautzen und Dresden.
Dort musste die Autobahn ab Burkau in Richtung Landeshauptstadt gesperrt werden, weil bei Schneeglätte ein Lastwagen ins Schleudern geraten war und sich auf der Autobahn quergestellt hatte. Der Verkehr werde von der Anschlussstelle Salzenforst von der Autobahn abgeleitet, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz sagte. Die Staulänge betrug mehr als zehn Kilometer.

Lkw haben Probleme mit den Wetterbedingungen in Sachsen

Aber auch auf den Ausweichstrecken kam demnach der Verkehr immer wieder ins Stocken, weil zahlreiche Lastwagen an den Steigungen Probleme hatten. Verletzte habe es bisher nicht gegeben und das Technische Hilfswerk sei zusätzlich im Einsatz, betonte die Sprecherin.
Auf der A14 von Leipzig bis zum Autobahndreieck Nossen staute sich am Dienstagvormittag immer wieder der Verkehr durch liegengebliebene Fahrzeuge oder querstehende Lastwagen. Auch im Erzgebirge und im Vogtland kamen es zu einigen glättebedingten Unfällen mit Blechschäden. Der Verkehr kam nur stockend voran, weil vor allem Lastwagen auf den bergigen Straßen immer wieder quer standen und den Verkehr behinderte, wie Sprecher der Lagezentren in Chemnitz und Zwickau mitteilten.
Am Dienstag hatte der Schneefall gegen 4.00 Uhr im Leipziger Raum eingesetzt und war dann nach Osten durch den gesamten Freistaat gezogen, wie der Deutsche Wetterdienst in Leipzig mitteilte. Bis zum Abend ist demnach im Erzgebirge und der Oberlausitz mit etwa 15 Zentimetern Neuschnee zu rechnen.

Eisglätte in Sachsen in der Nacht zum Mittwoch erwartet

In der Nacht zu Mittwoch werden frostige Temperaturen erwartet. „Es ist mit Eisglätte auf den Straßen zu rechnen“, betonte Meteorologe Jens Oehlichen. Am Mittwoch und Donnerstag bleibt es winterlich mit neuen Schneefällen bis in die tieferen Lagen.
Der Dresdner Winterdienst war seit 04.00 Uhr am Dienstag mit 50 Arbeitskräften und 42 Fahrzeugen im Einsatz. Es werden aber zunächst die wichtigsten Verkehrsadern gestreut und geräumt, hieß es. Schwerpunkte bilden die Höhenlagen sowie Gefällestrecken, Buslinien und Brücken.