Razzia in Görlitz: Elf Objekte durchsucht – Geschäftsmann sitzt in U-Haft

In Görlitz läuft ein umfangreicher Einsatz von Polizei, Staatsanwaltschaft und Zoll. Unterstützt werden die Maßnahmen von der Landesdirektion, dem Finanzamt sowie der Stadtverwaltung. Insgesamt werden elf Objekte durchsucht.
xcitepress- Polizei, Staatsanwaltschaft und Zoll durchsuchen neun Gebäude in Görlitz.
- Anschuldigungen: illegales Glücksspiel, Steuer- und Wirtschaftsvergehen.
- Gebäude in Hospitalstraße, Bahnhofstraße und Otto-Buchwitz-Platz im Fokus.
- Einsatz unterstützt von Landesdirektion, Finanzamt und Stadtverwaltung.
- Durchsuchungen begannen am 11. Juni morgens.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Görlitz durchsuchen die Behörden weiter mehrere Geschäftsräume. Den Besitzern der Räumlichkeiten werden nach Polizeiangaben illegales Glücksspiel sowie Steuer- und Wirtschaftsvergehen vorgeworfen. Die gemeinsame Maßnahme der Polizei, des Zolls, des Finanzamtes sowie der Staatsanwaltschaft Görlitz begann nach Behördenangaben in den Morgenstunden des Mittwoch, 11. Juni.
Am späten Nachmittag teilte die Polizei mit, die Maßnahmen dauerten voraussichtlich noch bis in den Abend an. Tatsächlich sind die Einsatzkräfte auch am Donnerstag (12. Juni) noch mit Kontrollen und Durchsuchungen beschäftigt. Im Laufe des Einsatzes erhöhte sich die Zahl der durchsuchten Objekte auf insgesamt elf. Hierzu gehörten sowohl Privat- als auch Geschäftsräume des Beschuldigten, darunter fünf Spielhallen, teilt die Polizeidirektion Görlitz am Donnerstag mit. Die Beamten entnahmen unter anderem Bargeld aus den Spielautomaten, und versiegelten diese im Anschluss. Zudem wurden alle Spielhallenstandorte in Amtshilfe für die Landesdirektion Sachsen geschlossen. Ein weiterer Glücksspielbetrieb wurde unterbunden.
Im Zentrum der Ermittlungen steht demnach ein Görlitzer Unternehmer. Gegen den Mann bestehe der Verdacht der Insolvenzverschleppung, des Bankrotts, des illegalen Glücksspiels sowie der Abgabenhinterziehung. Da der Geschäftsmann die Durchsuchungen gestört habe, wurde er zwischenzeitlich festgenommen und wäre regulär spätestens zum Ende des Einsatzes entlassen worden, so die Polizeidirektion.

Bei einer Razzia in Görlitz sind auch große Mengen Bargeld gefunden worden. Dieses in Tüten verpackte Geld ist in einem einzigen Objekt entdeckt worden.
Polizeidirektion GörlitzAllerdings ordnete die Staatsanwaltschaft Görlitz jedoch wegen erster Erkenntnisse aus den Durchsuchungen noch am Mittwochabend die vorläufige Festnahme des Beschuldigten an und beantragte beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichtes Görlitz einen Haftbefehl. Diesem Antrag wurde am Donnerstagnachmittag stattgegeben und Untersuchungshaft angeordnet. Der Beschuldigte wurde in eine Justizvollzugsanstalt überführt.
Die Einsatzkräfte beschlagnahmten den Angaben zufolge bislang einen hochwertigen Mercedes G-Klasse im Wert von knapp 180.000 Euro, zahlreiche Speichermedien, Laptops, Mobiltelefone, kistenweise Dokumente und einen sechststelligen Bargeldbetrag, darunter rund 190.000 Euro in Scheinen sowie knapp 400 Kilogramm Münzgeld. All diese Daten und Beweismaterialien würden nun ausgewertet. Die Ermittlungen führen die Staatsanwaltschaft Görlitz sowie die Polizeidirektion Görlitz.
Die Durchsuchungen und Kontrollen durch Polizei, Zoll, Finanzamt und Staatsanwaltschaft wurden am Donnerstagnachmittag beendet.