Die schriftlichen Abiturprüfungen in Sachsen sollen trotz der Covid-19-Pandemie wie geplant stattfinden. Alle Abiturienten können an den Erstterminen der Abiturprüfung teilnehmen, teilte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am 9. April in Dresden mit. „Bei unserer Entscheidung für diesen Abitur-Fahrplan haben wir den Infektionsschutz in besonderer Weise berücksichtigt“, sagte Piwarz.

Abi-Prüfungen in Sachsen beginnen nach den Osterferien

Damit beginnen die Abiturprüfungen an den allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien in Sachsen nach den Osterferien. Eine entsprechende Änderung der Rechtsverordnung, die Beschränkungen im Alltag regelt, soll nach Ostern verabschiedet werden und anschließend in Kraft treten. Damit wird den Prüflingen der Zugang zu den Schulen ermöglicht.

Die sächsischen Abiturprüfungen starten am 22. April mit den schriftlichen Prüfungen in Evangelischer und Katholischer Religion. Es folgen das Graecum am 23. und Physik am 24. April. Schüler, die an den Erstterminen nicht teilnehmen wollen, können auf die Nachtermine ab dem 13. Mai 2020 ausweichen. Ein ärztliches Attest ist dafür nicht nötig – es genügt eine schriftliche Erklärung, die vorab beim Prüfungsausschuss eingereicht wird. In diesem Fall sind die Nachschreibetermine verpflichtend.

Zweitkorrektur der Abi-Prüfung erfolgt an derselben Schule

Für Abiturienten, die auch zum Nachtermin nicht teilnehmen können, wird es einen dritten Prüfungstermin noch in diesem Schuljahr und damit anders als in den Vorjahren geben. „Die Prüfungssituation in diesem Jahr ist ohne Zweifel eine andere als in den Vorjahren“, sagte der Minister.

Die Zweitkorrekturen sollen in diesem Jahr ausnahmsweise an derselben Schule erfolgen. Das soll den besonderen Lernbedingungen angesichts der seit Mitte März geschlossenen Schulen Genüge tun. Die Korrektoren könnten so auf die Unterschiede im Lernstand und Probleme bei der Wissensvermittlung besser eingehen, so der Minister. Im Unterricht nicht vermitteltes Wissen werde bei der Bewertung im Sinne des Schülers berücksichtigt.

Für Abi-Prüfungen in Sachsen gelten strenge Hygienevorschriften

Für die Prüfungen werden strenge Hygienevorgaben und Abstandsgebote für Lehrer und Schüler gelten. Die Prüflinge werden möglichst auf mehrere Räume verteilt, um vor der Ansteckung mit Covid-19 zu schützen. Für besondere Härtefälle, die im Ergebnis der Abiturprüfungen auftreten, wird eine Beratungsstelle im Landesamt für Schule und Bildung eingerichtet. Dorthin können sich Schüler, Eltern und Lehrkräfte im mit Beschwerden wenden.

Auch in Brandenburg starten die Abiturprüfungen nach Ostern. Das hat das Bildungsministerium bereits bekannt gegeben.