Zwischen Mitte August und Ende Oktober 2019 haben Unbekannte in den Landkreisen Bautzen und Görlitz insgesamt 21 Geldautomaten manipuliert. Betroffen waren Bankfilialen in Bautzen, Doberschau-Gaußig, Obergurig, Großpostwitz, Hochkirch, Kubschütz, Görlitz, Kodersdorf, Niesky und Krauschwitz. Die Täter hinterließen dabei einen Diebstahlschaden von circa 3.500 Euro und einen Sachschaden von etwa 4.000 Euro. Wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilt, wird bereits seit Anfang November 2019 mit Bildern aus Überwachungskameras nach den Tätern gefahndet.
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Cottbus/Görlitz

Kriminelle haben Bankautomaten manipuliert

Bei dem sogenannten „Cash-Trapping“ entfernten die Täter die Klappe des Geldausgabeschachts. Anschließend brachten sie eine mit Klebstoff versehene Blende an. Wollte ein Bankkunde dann Geld abheben, blieb das Ausgabefach verschlossen. Die Banknoten gingen zurück in den Automaten. Dabei blieben alle oder ein Teil der Scheine an dem Kleber hängen.

Öffentliche Fahndung nach krimineller Bande brachte Erfolg

Das Kommissariat für Eigentum und Bandenkriminalität der Polizeidirektion Görlitz führte die Untersuchungen zu den besonders schweren Fällen des Diebstahls. Dabei konnten vier zunächst noch unbekannte Tatverdächtige ermittelt werden. Es handelte sich um eine Frau und drei Männer. Die Kriminalisten wendeten sich im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung mit Fotos der Überwachungskameras der Geldautomaten an die Öffentlichkeit.
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Hoyerswerda/Bautzen

Polizei leitet internationale Ermittlungen ein

Die Ermittlungen zur Ergreifung der Täter führten die Kriminalisten über die Landesgrenzen hinaus. Es folgte eine trinationale Zusammenarbeit zwischen der tschechischen, polnischen und deutschen Polizei. Schließlich konnten die vier Tatverdächtigen Ende November 2019 identifiziert werden. Es handelt sich laut Polizei um drei Männer im Alter von 30, 33 und 36 Jahren, sowie eine Frau im Alter von 26 Jahren.

Fahndung: Verdächtige sind weiterhin flüchtig

In diesem Zusammenhang deckten die Ermittler weitere Straftaten im Leipziger Raum, dem Land Brandenburg sowie in der Tschechischen Republik und in der Republik Polen auf, welche sie diesen vier Tatverdächtigen zuordnen konnten. So soll die Bande mehrmals in Cottbus sowie in Kolkwitz und Finsterwalde am Werk gewesen sein. Auch in Kreditinstituten in Frankfurt (Oder), Bad Saarow, Eisenhüttenstadt, Fürstenwalde, Briesen und Beeskow haben sie zugeschlagen.
Die nach wie vor flüchtigen Verdächtigen polnischer und ukrainischer Nationalität wurden durch die Staatsanwaltschaft Görlitz zur Fahndung ausgeschrieben. Die Ermittlungen des Kommissariats für Eigentum und Bandenkriminalität dauern an.