Highfield-Festival bei Leipzig: Neues Riesenrad weckt Erinnerungen an Brand im Vorjahr

Auch im Jahr 2025 wird sich wieder ein Riesenrad auf dem Highfield-Festival am Störmthaler See bei Leipzig drehen. 2024 haben die Bilder von zwei brennenden Gondeln viele schockiert.
Str./dpa- Das Highfield-Festival zieht 2025 erneut fast 30.000 Besucher an den Störmthaler See.
- Trotz des Riesenradbrands 2024 mit 16 Verletzten gibt es wieder ein Riesenrad auf dem Gelände.
- Besucher sind teils überrascht, Sicherheitsmaßnahmen wurden laut Veranstalter verbessert.
- Hochsommerliche Temperaturen über 33 °C fordern Besucher – Trinkwasserstellen sind verfügbar.
- Festival bietet neben Livemusik auch Yoga und Aqua Fitness auf der erweiterten Beach Stage.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auf dem Highfield-Festival am Störmthaler See bei Leipzig haben drei Tage lang etwa 28.000 Menschen gefeiert und eine unbeschwerte Zeit genossen. „Die Stimmung war sehr gut, der Umgang untereinander friedvoll und rücksichtsvoll. Ein rundum gelungenes Festival“, sagte Ruth Lößer vom Veranstalter. Für die Besucherinnen und Besucher sei es wie „ein kleiner Musikurlaub“ gewesen. Das Festival geht am Sonntag (17. August 2025) noch bis Mitternacht.
Den dramatischen Riesenrad-Brand vom Vorjahr 2024 haben viele noch im Hinterkopf; abgehalten hat dies aber keinen hier. Der Ticketverkauf lief nach Angaben des Veranstalters gut. „Ganz ausverkauft sind wir nicht. Es gibt noch vereinzelt Karten in allen Kategorien“, sagte Jonas Rohde vom Veranstalter Scorpio.
Was schon m kommenden Jahr wird es auf jeden Fall eine Neuauflage geben. Die ersten Bands stehen laut Veranstalter bereits fest.
16 Verletzte beim Brand zweier Riesenradgondeln im Jahr2024
Im Jahr 2024 hatte der Brand des Riesenrades das Highfield Festival überschattet. Zwei Gondeln brannten aus; 16 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung dauern an.
Einer ersten Einschätzung zufolge war Material unterhalb des Riesenrades in Brand geraten. Auch in diesem Jahr hatten die Veranstalter wieder ein Riesenrad aufgestellt. Das Geschehen vom Vorjahr sei mit den zuständigen Sicherheitsbehörden im Nachhinein gründlich analysiert worden, hieß es.
2025 war ruhiges und entspanntes Festival-Jahr
Aus Sicht der Rettungskräfte war das Highfield 2025 das ruhigste und entspannteste Festival seit Jahren, wie der Einsatzleiter des Deutschen Roten Kreuzes, Frank Jahr sagte. „Die Gäste sind sehr fürsorglich miteinander umgegangen. Jeder hatte ein Auge auf den anderen.“
Es habe bis Sonntagnachmittag rund 1030 Behandlungen gegeben. Dabei spielten allergische Reaktionen nach Wespenstichen sowie Hitzeerschöpfungen und Kreislaufprobleme die größte Rolle. Hinzu kamen laut Frank Jahr zwischen 50 und 100 Behandlungen wegen Mischintoxikationen. Dabei wirkt sich Alkohol in Verbindungen mit anderen Rauschmitteln auf den Kreislauf der Menschen aus. „Einige hatten Kreislaufprobleme beklagt, waren kaum noch ansprechbar und sogar depressiv“, erläuterte Jahr. Für ein Festival dieser Größenordnung habe sich aber alles in Grenzen gehalten. Bei dem Festival waren etwa 210 Kräfte und drei Ärzte im Einsatz.
Besucher sind überrascht, dass es wieder ein Riesenrad gibt
Ramona aus Remscheid in Nordrhein-Westfalen ist etwas irritiert, dass es in diesem Jahr wieder ein Riesenrad gibt. „Ich hätte mir ein anderes Fahrgeschäft gewünscht, zum Beispiel ein Kettenkarussell.“ Sie ist aber auch überzeugt, dass so ein Unglück kein zweites Mal passiert.
Sandro aus Dresden kommt seit mehr als 20 Jahren zu dem dreitägigen Musikspektakel. Für ihn steht nicht nur die Musik im Vordergrund, sondern auch die besondere Stimmung und die freundliche Atmosphäre. Er hatte den Brand aus dem Vorjahr aus nächster Nähe mitbekommen. Dennoch ist er wieder gekommen.
Auch andere Besucher sind von Stimmung und Musik begeistert. „Ich nutze das Festival, um Freundschaften zu pflegen und die Musik zu genießen“, sagt Katja aus Bonn. Die 38-Jährige war besonders von der Gruppe Deichkind begeistert. „Das Konzept der Bühnenshow mit viel Liebe zum Detail war großartig. Das war schon Kunst“.
André aus Zwickau war mit seinem Rollstuhl dabei und hatte einen Platz auf dem Campingbereich „Special Needs“. „Die kurzen Wege und Rampen zu den Duschen und Toiletten waren für mich richtig gut“, sagt der 26-Jährige.
Hochsommerliche Temperaturen als Herausforderung
An den ersten zwei Festival-Tagen war zunächst das Wetter mit Temperaturen von deutlich über 30 Grad Celsius eine große Herausforderung. Schattige Plätzchen gibt es auf dem Festivalgelände kaum. Die Veranstalter hatten die Besucher daran erinnert, Kopfbedeckungen zu tragen und ausreichend Wasser zu trinken. Auf dem Gelände gab es viele kostenlose Trinkwasserstellen.
In diesem Jahr hatten die Veranstalter von Sachsens größtem Rock- und Popfestival das Programm an der kleineren Beach Stage ausgeweitet. Dort konnten die Gäste zwischen den Konzerten bei Yoga und Aqua Fitness neue Energie sammeln. „Beim Yoga kamen am Morgen um 9.00 Uhr etwa 120 Besucher. Mit so vielen Menschen hatten wir um diese Uhrzeit nun wirklich nicht gerechnet“, betonte Ruth Lößer.


