In Sachsen treibt offenbar eine Diebesbande ihr Unwesen. Eine Serie von Einbrüchen in Einfamilienhäusern in Dresden und Umgebung beschäftigt derzeit die Polizei. Seit Mitte des Jahres brachen Unbekannte in mindestens 85 Einfamilienhäuser ein, wie die Polizeidirektion Dresden am Freitag mitteilte. Schwerpunkte bildeten dabei insbesondere der Dresdner Stadtbezirk Loschwitz sowie der Dresdner Süden inklusive dem angrenzenden Gebiet zur Stadt Freital. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Taten zumindest teilweise in Verbindung stehen.
Sowohl in der Vorgehensweise als auch in der Auswahl an Tatorten und Tatzeiten gebe es Gemeinsamkeiten, hieß es weiter. So nutzen die Täter regelmäßig die Abwesenheit der Bewohner, um am späten Nachmittag oder am Abend in die Häuser einzubrechen. Meistens verschaffen sie sich Zutritt über Fenster oder Terrassentüren an schlecht einsehbaren Rückseiten. Insbesondere haben es die Täter auf Schmuck, Bargeld und Kleintresore abgesehen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter die Häuser im Vorfeld regelmäßig auskundschaften.

Einbruchserie in Dresden: Polizei rät zu besonderer Vorsicht

Die Polizeidirektion Dresden hat die Einbrüche laut eigener Aussage im Fokus und bestreift gefährdete Gebiete mit Streifenwagen und Zivilkräften. Die Polizei hat eine Vielzahl an Spuren gesichert und Ermittlungsansätze gewonnen, denen die Kriminalisten derzeit mit Hochdruck nachgehen.
Aufgrund der aktuellen Lage rät die Polizei:
  • Verschließen Sie bei Verlassen des Hauses Eingangs-, Boden- und Kellertüren.
  • Sorgen sie für eine angemessen Sicherung von Fenstern, Türen und anderen Einstiegsmöglichkeiten.
  • Installieren Sie Lichtquellen und Bewegungsmelder.
  • Überdenken Sie die Ablageorte von Wertsachen im Haus.
  • Achten Sie bewusst auf Fremde im Wohngebiet und auf Nachbargrundstücken.
  • Notieren Sie Kennzeichen und Beschreibungen verdächtiger Autos und Personen.
  • Informieren Sie Nachbarn und Polizei über verdächtige Beobachtungen.
  • Wählen Sie bei Gefahr (z. B. Hilferufe, ausgelösten Alarmanlagen oder beobachteten Einbrüchen) umgehend den Notruf der Polizei.
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