Cyberattacke in Dresden
: Stadtportal wegen Hackerangriffs aufs Rathaus nicht erreichbar

Nach Berlin nun auch Dresden: Mit einer Flut an Anfragen überschwemmen Angreifer die IT-Systeme der sächsischen Landeshauptstadt.
Von
dpa
Dresden
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Cyberattacken können erheblichen Schaden anrichten

Cyberattacken können erheblichen Schaden anrichten. Die sächsische Landeshauptstadt Dresden wird derzeit erneut durch eine massive digitale Attacke angegriffen.

Sebastian Gollnow/dpa
  • Cyberangriff legt Dresdner Stadtportal lahm, DDoS-Attacke seit 30. Mai 2025.
  • IT-Systeme der Stadt überlastet, Schutzmaßnahmen aktiv.
  • Ähnliche Attacke auf Berliner Stadtportal, keine Datenabflüsse.
  • Sachsen: 110 Mio. E-Mails, die Hälfte verdächtig. 20.000 Viren blockiert.
  • Fortbildung für 1600 Beschäftigte, Sicherheitsnotfallteam Sax.Cert im Einsatz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wegen eines Cyberangriffs ist das Dresdner Stadtportal nicht erreichbar. Die sächsische Landeshauptstadt ist laut einer Mitteilung seit Mittwochmorgen (30. Mai 2025) das Ziel einer massiven DDoS-Attacke. Zum Schutz der städtischen IT-Systeme ist demnach derzeit der Zugriff auf die Seiten und IT-Services von dresden.de unterbunden. An der Abwehr des Angriffs werde intensiv gearbeitet. Bereits am Wochenende war die Seite wegen eines Angriffs zeitweise nicht erreichbar.

Bei einem DDoS-Angriff wird eine Website oder ein Dienst durch eine Reihe von Bots oder ein Botnet mit Anfragen und Datenverkehr überschwemmt. Wer die Angreifer sind, ist noch unklar. Einen ähnlichen Angriff hatte es kürzlich auf das Berliner Stadtportal gegeben. Die Seite war mehrere Tage nicht erreichbar. Daten sollen dabei nicht abgeflossen sein.

Tausende Cyberattacken auf Sachsens Behörden

Sachsens Behörden sind immer wieder Angriffen aus dem Internet ausgesetzt. Allein von August 2023 bis Juli 2024 mussten von den mehr als 110 Millionen E-Mails an die Verwaltung mehr als jede zweite als verdächtig aussortiert werden. Das geht aus dem letzten Jahresbericht zur Informationssicherheit in der öffentlichen Verwaltung hervor. Demnach wurden mehr als sechs Millionen E-Mails als Spam und knapp zwei Millionen Mails als unseriös markiert. Zudem wurden laut Bericht rund 18.000 Viren im Mailverkehr und 3000 Viren erkannt und blockiert.

„Die Angriffe aus dem Netz nehmen zu und werden immer komplexer“, erklärte Thomas Popp, Staatssekretär für Digitale Verwaltung in Dresden, im November 2024. So registrierten die Schutzsysteme neben Cyberangriffen per E-Mail oder im World Wide Web immer wieder gezielte Überlastungsangriffe auf die IT-Systeme sächsischer Behörden. „Die Angriffe wurden erfolgreich abgewehrt. Dennoch müssen wir wachsam bleiben und unsere Schutzsysteme ständig anpassen“, so Popp.

Unsicherheitsfaktor sitzt auch vor dem Rechner

Das sogenannte Sicherheitsnotfallteam „Sax.Cert“ ist rund um die Uhr in Notfällen erreichbar. Zehn Experten kümmern sich im landeseigenen IT-Unternehmen Sächsische Informatik Dienste (SID) um die Abwehr von Cyber-Angriffen.

Popp warnte, dass schon ein Klick auf den falschen Link eine ganze Behörde lahmlegen könne. Deshalb spiele auch die Fortbildung der Beschäftigten in den Behörden eine große Rolle. In mehreren Veranstaltungen wurden den Angaben zufolge mehr als 1600 Beschäftigte für Gefahren im Internet sensibilisiert. „Ein Unsicherheitsfaktor sitzt eben auch vor dem Rechner“, so Popp.