Für rund 170 Passagiere eines Fluss-Kreuzfahrtschiffs aus Deutschland ist die Reise auf der Donau wegen eines Corona-Ausbruchs an Bord abrupt zu Ende gegangen. Bei einem Stopp in Wien waren 80 Gäste nach Angaben des medizinischen Krisenstabs der Stadt positiv auf das Virus getestet worden. Unter den Passagieren befinden sich viele aus Sachsen.
Das an einer Schleuse liegende Schiff wurde unter Quarantäne gestellt. Am Donnerstag waren alle Passagiere – getrennt in Erkrankte und Gesunde – laut Krisenstab in vier Bussen wieder auf dem Weg nach Leipzig. Auf dem Weg von Passau nach Wien hatte niemand das Schiff verlassen. Auch in der österreichischen Hauptstadt war niemand von Bord gegangen. Keiner der Betroffenen musste laut ORF ins Krankenhaus.

Passagiere nach Flusskreuzfahrt teils in Quarantäne

Die Stadt Leipzig meldete am Donnerstagnachmittag, dass sich 137 Personen in vier Reisebussen auf dem Weg nach Leipzig befänden. Zwei weitere positiv getestete Personen seien in Rumänien in Quarantäne.
Von den vier Bussen auf dem Weg nach Leipzig sind laut Angaben der Stadt zwei für positiv Getestete vorgesehen, ein Bus für negativ Getestete und ein Bus für sogenannte serodiskordante Personen. Gemeint seien damit positiv getestete Personen mit negativ getesteten Angehörigen, hieß es. Bei der Fahrt gelte die Auflage, FFP2-Maske zu tragen und regelmäßig zu lüften.
Dem Gesundheitsamt Leipzig liegen demnach die Adresslisten des Wohnorts der Passagiere sowie Hinweise zum Impfstatus vor. Von den 139 Passagieren seien 22 aus Leipzig. Das Gesundheitsamt habe Informationen an alle für die weiteren Personen zuständigen Ämter weitergeleitet. Außerdem habe es Absprachen mit den Veranstaltern gegeben. Die Passagiere würden größtenteils von geimpften Angehörigen abgeholt oder vom Busunternehmen nach Hause gefahren, um sich in Quarantäne zu begeben.