• In Dresden ist am Montag, 13. September, der Strom ausgefallen.
  • Auch Teile der Umgebung waren betroffen: Pirna, Heidenau, Radebeul, Wilsdruff, Freital und Rabenau waren betroffen, meldete „Sächsische.de“.
  • Gegen 14.30 Uhr meldeten die Dresdner Verkehrsbetriebe DVB via Twitter, dass es langsam weiter gehe.
  • Um 15 Uhr waren laut Netzbetreiber SachsenEnergie 95 Prozent der Haushalte wieder mit Strom versorgt.
  • Auslöser war eine Störung im Umspannwerk Dresden-Süd.
  • Nach Angaben der Polizei handelte es sich um einen Unfall und nicht um eine vorsätzliche Tat.
Stecken gebliebene Aufzüge, keine Straßenbahnen: Die Landeshauptstadt Dresden ist am Montagnachmittag von einem weitgehenden Stromausfall betroffen gewesen. Auslöser war eine Störung im Umspannwerk Dresden-Süd, wie der Netzbetreiber SachsenEnergie mitteilte.
Demnach waren zeitweise 300.000 Haushalte im gesamten Versorgungsgebiet in Dresden betroffen, darunter auch Industriekunden. Die Störung war auch in umliegenden Städten wie Radebeul, Radeberg und Freital zu bemerken. Was genau zu der Störung geführt hatte, war zunächst unklar. SachsenEnergie teilte mit, dass um 15 Uhr wieder 95 Prozent der Haushalte versorgt waren.

Polizei und Feuerwehr nach Stromausfall in Dresden im Einsatz

Die Feuerwehr Dresden bat Nutzerinnen und Nutzer per Twitter, den Notruf für dringende Fälle freizuhalten. Die Rufnummer 112 funktionierte trotz des Ausfalls durchgehend, weil die Integrierte Regionalleitstelle Dresden mit einem Notstromaggregat versorgt wurde, wie die Feuerwehr am frühen Abend mitteilte.
270 Notrufe gingen bei der Leitstelle zwischen 14 und 16 Uhr aus Dresden, den Landkreisen Meißen sowie Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ein. „Das entspricht etwa dem 10- bis 15-fachen gegenüber einem normalen Tag“, hieß es in der Mitteilung.

Blackout in Sachsen sorgt in Schwimmbad für Überflutung mit Abwasser

Feuerwehr und Rettungsdienst rückten allein in Dresden 34 Mal wegen des Stromausfalls aus. 24 Mal wurden die Einsatzkräfte alarmiert, weil Aufzüge stecken geblieben waren.
Automatische Brandmeldeanlagen verursachten vier Fehlalarme. Im Georg-Arnold-Bad gab es eine Überflutung durch Abwasser, weil wegen des Stromausfalls eine Hebeanlage nicht funktionierte. Außerdem rückten die Retter einige Male zu Patienten aus, deren Heimbeatmungsgeräte infolge des Stromausfalls nur für eine begrenzte Zeit funktionierten.

Stromausfall in Dresden: Ursache war zunächst unbekannt

Seit kurz nach 14 Uhr war der Strom in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden großflächig ausgefallen. Auch im Rathaus war die reguläre Versorgung ausgefallen. „Wir arbeiten zurzeit mit einem Notstrom-Aggregat und warten auf Informationen von unserem Energieversorger“, hatte eine Sprecherin am Nachmittag gesagt.
Die Dresdner Verkehrsbetriebe teilten beim Kurznachrichtendienst Twitter zunächst mit, dass der gesamte Verkehr liegen geblieben und die Kundenhotline nicht erreichbar sei. Gegen 14.30 Uhr hieß es dann, dass der Verkehr langsam wieder anrolle - es könne aber dauern, bis alles wieder normalisiert sei. Der Grund für den Stromausfall war laut Sprecherin der Stadt Dresden zunächst nicht bekannt.

Auslöser für Stromausfall war Störung im Umspannwerk

Später fand man die Ursache: Auslöser für den Stromausfall war eine Störung an einer 110-Kilovolt-Anlage im Umspannwerk Dresden-Süd, wie der Netzbetreiber SachsenEnergie mitteilte.
Die Polizei ermittelt weiter zur Ursache. Es sei noch unklar, ob der metallbeschichtete Ballon, der den Stromausfall vermutlich verursachte, gezielt gesteuert oder zufällig an die neuralgische Stelle des Einspeise-Umspannwerks Dresden Süd gelangt sei, sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstagmorgen.
Am Montagnachmittag hatten etwa 300 000 Haushalte in Dresden und Umgebung zeitweise keinen Strom. Bei der Suche nach der Störungsursache fand die Polizei verschmorte Reste eines Ballons.
Die Störung war auch in umliegenden Städten wie Pirna, Heidenau Radebeul, Radeberg und Freital zu bemerken.

Blackout in Dresden: Metall-beschichteter Ballon der Übeltäter

Der Netzbetreiber SachsenEnergie und die Polizei gaben am Dienstag, 14.09.2021, weitere Details bekannt. Die Polizei geht von einem Unfall mit einem normalen Ballon aus. Der Stromausfall vom Montag sei durch einen handelsüblichen Ballon ausgelöst worden, der etwa bei Hochzeiten oder Kindergeburtstagen genutzt werde, sagte Polizeisprecher Thomas Geithner am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Netzbetreiber SachsenEnergie.
Der Ballon sei nicht präpariert gewesen, und es gebe kein Bekennerschreiben, sagte Geithner. Hundertprozentig ausschließen könne man einen Vorsatz zwar nicht, aber nach derzeitigem Stand gehe die Polizei von einem Zufall aus.
Solche metallbeschichten Ballons - wie es sie etwa bei Volksfesten oder Jahrmärkten gibt - hatten bereits in der Vergangenheit für Schaden gesorgt. Im September 2017 war ein Ballon in die Oberleitung des Stuttgarter Hauptbahnhofes geraten und hatte einen Kurzschluss ausgelöst. Dadurch wurde der S-Bahn-Verkehr gestört. 2015 war am Frankfurter S-Bahnhof Hauptwache ein Heliumballon in die Oberleitung geflogen und hatte ebenfalls einen Kurzschluss mit Explosion ausgelöst. Der S- und U-Bahn-Verkehr musste vorübergehend komplett eingestellt werden.