Betrug in Sachsen: Steuerhinterziehung – mehr als 176 Millionen Euro in Sachsen

Die Steuerfahnder in Sachsen haben ein für sie erfolgreiches Jahr abgeschlossen – über 176 Millionen Euro Steuern sind hinterzogen worden. Die Übeltäter wurden geschnappt, doch die Dunkelziffer könnte hoch sein.
Robert Michael/dpa- Steuerfahnder in Sachsen deckten 2024 über 176 Millionen Euro Steuerhinterziehung auf.
- 311 rechtskräftige Urteile und 532 eingestellte Verfahren.
- Linke vermutet hohe Dunkelziffer und fordert mehr Personal.
- 2024 gab es 8.645 Anzeigen, weniger als 2023 mit 8.737.
- Große regionale Unterschiede: Chemnitz-Süd 3.124, Dresden-Nord 2.862, Leipzig II 2.658.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mehr als 176 Millionen Euro hinterzogene Steuern haben Steuerfahnder laut Finanzministerium im vergangenen Jahr in Sachsen aufgedeckt. Auf diesen Betrag belaufen sich die 2024 rechtskräftig gewordenen Urteile und Strafbefehle in hiesigen Steuerstrafverfahren, wie das Finanzministerium auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Susanne Schaper (Linke) informierte.
Seit 2010 habe die Summe abgesehen von 2021 mit 129,2 Millionen jeweils im zweistelligen Millionenbereich gelegen. Über die Zahlen hatten zuvor die „Sächsische Zeitung“ und die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet.
So habe es, laut der Antwort des Finanzministeriums, 311 rechtskräftige Strafbefehle bzw. Strafurteile gegeben, 532 Verfahren sind unter Auflagen eingestellt worden, 439 wegen Geringfügigkeit.
Steuerhinterziehung in Sachsen: Linke vermutet hohe Dunkelziffer
Die Zahl deute auf Ermittlungserfolge hin, konstatierte Schaper. „Gleichwohl sind das nur jene Fälle, von denen die Behörden Wind bekommen haben - die Dunkelziffer ist höher.“ Sie forderte eine personelle Aufstockung in der Steuerfahndung. Dies bringe mehr Geld ein, als es koste. „Vor allem im Unternehmensbereich müssen die Finanzämter systematisch hinschauen.“
Die Zahl der Anzeigen wegen Steuerhinterziehung haben sich laut Finanzministerium zuletzt wenig geändert: 2024 gingen demnach 8.645 Anzeigen bei den Finanzämtern ein, 2023 waren es mit 8.737 etwas mehr. Im Zeitraum 2010 bis 2014 seien es fünfstellige Zahlen gewesen.
Die Anzeigen wegen Steuerhinterziehung haben sich laut Finanzministerium folgendermaßen regional verteilt: Finanzamt Chemnitz-Süd 3.124, Finanzamt Dresden-Nord 2.862 und Finanzamt Leipzig II 2.658.
