Turnen: Schwere Verletzung ‒ bitteres Olympia-Aus für Cottbuser Turner

Turner Lucas Kochan aus Cottbus hat sich schwer verletzt. Der Traum von der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Paris ist geplatzt.
Steffen BeyerDiese Nachricht ist ein harter Schlag für den Cottbuser Bundesstützpunkt im Turnen: Lucas Kochan hat sich schwer verletzt. Nur wenige Tage nachdem der 23-Jährige für die Turn-EM in Rimini in Italien nominiert worden ist, gab es den harten Rückschlag: Kreuzbandriss!
Der Cottbuser, der als Neunjähriger aus Lauchhammer an die Sportschule gekommen war, zog sich im Trainingslager in Kienbaum bei einer Landung am Sprung diese schwere Verletzung im linken Knie zu. Cheftrainer Valeri Belenki und die deutsche Riege müssen nun lange auf ihn verzichten.
„Es ist bitter, ich war sehr gut drauf und habe mich auf die EM-Teilnahme gefreut. Ich habe die Verletzung zunächst nicht als so schlimm empfunden und wollte sogar weiter trainieren. Jetzt ist klar, dass weder die EM noch Olympia für mich infrage kommen“, erklärte ein enttäuschter Lucas Kochan in einer Mitteilung des Deutschen Turnerbundes.
Erster Kreuzbandriss im Jahr 2018
Für das deutsche EM-Team der Männer bedeutet der Ausfall des 23-jährigen Sportsoldaten, dass der bisherige Einzelstarter Milan Hosseini (TG Böckingen) ins Team rückt. Den freigewordenen Platz des Einzelstarters übernimmt Gabriel Eichhorn vom MTV Stuttgart. Der 18-Jährige wird damit seine erste EM bei den Senioren turnen.
Kochan hatte zuletzt beim Turnier der Meister in Cottbus zwar die Finals verpasst, aber gute Auftritte hingelegt. Bei der internen EM-Qualifikation in Kienbaum hatte er den Mehrkampf unter den deutschen Turnern gewonnen. Der Cottbuser, der im Dezember 2023 zum ersten Mal Vater geworden war, hatte bereits einen Kreuzbandriss zu verkraften. Im Jahr 2018 war er deswegen lange ausgefallen. Im Nachgang berichtete er damals: „Die Verletzung war eine Scheiß-Zeit, an der ich aber gewachsen bin.“ Diese Leidenszeit steht ihm nun erneut bevor.

