Springermeeting in Cottbus
: Sieg in Cottbus hat Christina Honsel viel Schwung gegeben

InterviewChristina Honsel hat 2025 das Internationale Springermeeting in Cottbus gewonnen. Vor Beginn des diesjährigen Wettkampfes spricht sie über Hochzeit, Krankheit und Pläne.
Von
Ewald Walker
Cottbus
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Leichtathletik/Halle: Europameisterschaft: 09.03.2025, Niederlande, Apeldoorn: Leichtathletik, Halle, Europameisterschaft. Christina Honsel aus Deutschland reagiert im Finale beim Hochsprung. Foto: Peter Dejong/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Hochspringerin Christina Honsel gewann beim Internationalen Springer-Meeting in Cottbus im Jahr 2025 und setzt danach zum Höhenflug in ihrer Karriere an.

Peter Dejong/AP/dpa

Sie war im Jahr 2025 die Aufsteigerin der deutschen Leichtathletik: Christina Honsel (TV Wattenscheid) sprang in Heilbronn erstmals über die begehrte Zwei-Meter-Marke. Sie gewann das Diamond-League-Meeting in Lausanne und etablierte sich mit konstanten Ergebnissen über 1,90 Meter in der Weltspitze.

Als Vorjahressiegerin und erste deutsche Gewinnerin in Cottbus mit 1,95 Metern freut sich Christina Honsel sehr auf ihren Saisonstart beim 22. Internationalen Springer-Meeting in Cottbus. Die 28-jährige Sportlerin sagt im Interview: „Weil hier eine einzigartige Stimmung ist.“ Am Mittwoch (28. Januar 2026) startet der Wettkampf.

Frau Honsel, das Jahr 2025 war wohl das beste Ihrer Karriere bislang?
Christina Honsel: Ja, ich habe mich im Sommer bei über 1,90 Metern stabilisiert und mit den zwei Metern in Heilbronn in der Weltspitze etabliert. Das war mein Ziel, das ich erreicht habe.

Was steckt hinter dieser beachtlichen Leistungsentwicklung?
Zusammen mit meiner Trainerin Brigitte Kurschilgen haben wir einen Weg gefunden, ohne Einschränkungen und Verletzungen durch die gesamte Saison zu kommen. Da waren wir im Training flexibel und haben uns der aktuellen Situation angepasst. Früher war ich durch Verletzungen (Anm. d. Red.: Ermüdungsbruch, zwei Operationen am Sprungfuß) immer wieder eingeschränkt.

Ja, und dann hatten Sie auch privat ein Highlight: Sie haben geheiratet, ganz in Weiß, wie man den Fotos im Netz entnehmen kann.
Wir haben in Österreich geheiratet. Will man gute sportliche Leistungen bringen, muss es einem auch privat gut gehen.

Ihre überragende Saison 2025 hatte beim Springermeeting in Cottbus begonnen: Sie waren dort nach 21 Jahren die erste deutsche Siegerin mit 1,95 Meter. Ein motivierender Auftakt?
Der Wettkampf war sehr wichtig, weil ich mich nach nicht so gutem Beginn durch den Wettkampf durchbeißen musste. Die Halle ist sehr schön, die Zuschauer dicht dran, die Stimmung dort ist der Wahnsinn. Ich liebe zudem Springen mit Musik, mein Song auch in Heilbronn war „Please don’t stop the music“.

Wie planen Sie die Hallensaison?
Ich bin froh, dass ich das Pfeiffersche Drüsenfieber, das mich zur Jahreswende geplagt hatte, überwunden habe. Nach Cottbus werde ich in Karlsruhe (Anm. d. Red.: 8. Februar 2026) und dann bei den Deutschen Meisterschaften (27. Februar bis 1. März 2026) in Dortmund springen. Wenn ich die Norm von 1,96 Metern oder einen Platz in den Top 12 der Weltbestenliste schaffe, möchte ich auch zur Hallen-WM nach Torun (20. bis 22. März 2026) in Polen. Das ist ja quasi um die Ecke.