Schwere Ausschreitungen: DFB verhängt nach Krawallen harte Strafe gegen Hansa Rostock

Ausschreitungen auf den Rängen: Beim Spiel von Hansa Rostock gegen Dynamo Dresden wurde massiv Pyrotechnik in den Gästeblock geschossen.
Imago/Fotostand- Ausschreitungen beim Spiel Hansa Rostock vs. Dynamo Dresden am 22. Februar 2025.
- DFB-Sportgericht verhängt Geldstrafe von 135.000 Euro gegen Rostock.
- Bis zu 45.000 Euro können für Sicherheits- und Gewaltpräventionsmaßnahmen verwendet werden.
- Bewährungsauflage: Teilausschluss der Fans bei erneuten Vorfällen.
- Ermittlungsverfahren gegen Dynamo Dresden noch offen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach den massiven Ausschreitungen beim Drittliga-Duell zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden am 22. Februar 2025 hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Gastgeber in einem schriftlichen Verfahren mit einer Geldstrafe von 135.000 Euro belegt. Das teilte der DFB am Mittwochabend mit.
Bis zu 45.000 Euro der Summe kann Rostock Hansa für eigene Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit oder Gewaltprävention verwenden. Ein entsprechender Nachweis muss dem Verband bis zum 31. Dezember 2025 vorgelegt werden.
Neben der Geldstrafe verhängte das Sportgericht auch eine Bewährungsauflage. Zwei Heimspiele der Drittliga-Saison 2025/26 müssen unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden, wenn es in den nächsten zwölf Monaten zu „erneuten gravierenden Zuschauervorkommnissen“ kommt, heißt es im DFB-Urteil.
Im Falle eines Bewährungswiderrufs nennt das Urteil bereits konkrete Auflagen: So müssten dann in zwei Heimspielen die Blöcke 21 bis 27 sowie 21A bis 27A auf der Südtribüne und die Blöcke 8, 8A, 9 und 9A auf der Nordtribüne geschlossen bleiben. Dort dürften laut DFB – wenn überhaupt – nur mit Genehmigung Plakate und Transparente aufgehängt werden. Bereits verkaufte Tickets für diese Bereiche wären ungültig. Ein Ausgleich durch Preisaufschläge auf andere Karten wäre nicht erlaubt.
Die Sanktionen beziehen sich auf mehrere Vorfälle rund um die Partie gegen Dynamo Dresden. Bereits während der Aufwärmphase war eine Rakete von der Rostocker Südtribüne auf den Rasen geschossen worden. Sie landete zwischen den sich vorbereitenden Dresdner Spielern.
Kurz vor dem Anpfiff wurden laut DFB mindestens 83 Rauchkörper im Heimblock gezündet, wodurch sich der Anpfiff aufgrund der Rauchentwicklung um eine knappe Minute verzögerte. Während der ersten Halbzeit brannten Hansa-Fans fünf Bengalische Fackeln und zwei weitere Rauchkörper ab.
Massive Störungen durch Pyrotechnik
Gegen Ende der Halbzeitpause eskalierte die Situation weiter. Anhänger von Dynamo Dresden zerstörten zwei Sicherheitsscheiben zur Blocktrennung. Nahezu zeitgleich begann ein beidseitiger Beschuss mit sogenannter Signalstiftmunition. Zunächst feuerten laut DFB Rostocker Fans von der Südtribüne zahlreiche Raketen in Richtung des Gästebereichs. Später durchbrachen weitere Rostocker Zuschauer auf der Osttribüne eine dort gespannte Sicherheitsplane und warfen ebenfalls Knallkörper in den Dresdner Block.
Insgesamt wurden laut Spielbericht mindestens 120 Detonationen registriert. Dabei wurden mehrere Personen, darunter auch Polizeikräfte, verletzt. Erst nach 27 Minuten konnte die Partie wieder angepfiffen werden. Auch nach Spielende kam es im Rostocker Block noch zum Abbrennen von drei Fackeln und zwei Rauchkörpern.
Neben dem Verfahren gegen Hansa Rostock ist auch ein Ermittlungsverfahren gegen Dynamo Dresden beim DFB-Kontrollausschuss anhängig. Eine Entscheidung des Sportgerichts steht hierzu noch aus.


