Regionalliga Nordost: Darum startet die Saison 2026/27 mit einem Protest

Der SV Babelsberg 03 und seine Fans sind bekannt für klare Statements. Zum Auftakt der Saison bei der BSG Chemie Leipzig dürften auch die Fanlager mit Aktionen auf die Forderungen der Aufstiegsinitiative aufmerksam machen.
Matthias Koch- Saisonstart der Regionalliga Nordost: Am Freitagabend (24. Juli) beginnen zwei Spiele.
- Zum Auftakt ruht der Ball nach Anpfiff für eine Minute – alle Stadien beteiligen sich.
- Stadionsprecher informieren über Forderungen nach Reform der Aufstiegsregelung in die 3. Liga.
- Hintergrund ist das Scheitern der Reform Ende Juni, da keine Einstimmigkeit erreicht wurde.
- Sprecher Tommy Haeder kündigt weiteren Druck auf DFB und Verbände an, kritisiert fehlende Kommunikation.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
An diesem Wochenende startet die Regionalliga Nordost in die Saison 2026/27. Am Freitagabend (24. Juli) wird die Spielzeit mit zwei Eröffnungsspielen eingeläutet. Um 19 Uhr empfängt der FSV Luckenwalde den 1. FC Lokomotive Leipzig, parallel gastiert der BFC Dynamo beim FC Rot-Weiß Erfurt. Doch nicht nur sportlich soll der Saisonauftakt für Aufmerksamkeit sorgen: Die Aufstiegsinitiative hat für den ersten Spieltag Protestaktionen angekündigt.
Geplant ist, dass bei sämtlichen Partien der Regionalliga Nordost der Ball unmittelbar nach dem Anpfiff für eine Minute ruhen soll. Außerdem sollen die Stadionsprecher auf die Forderungen der Vereine nach einer Reform der Aufstiegsregelung aufmerksam machen. Ziel der Aktion ist es, den Druck auf den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Regionalverbände zu erhöhen.
„Wir werden in der Regionalliga Nordost den Ball ruhen lassen. Wenn wir merken, dass wir nicht ernst genommen werden, werden wir deutlich machen, dass wir Lösungen brauchen und wollen. Wir haben es lange mit dem Miteinanderreden versucht. Jetzt braucht es mehr Druck“, sagte Sprecher Tommy Haeder gegenüber MDR Sport im Osten.
Kritik geht auch in Richtung des NOFV
Hintergrund ist das Scheitern der geplanten Aufstiegsreform Ende Juni. Die fünf Regionalliga-Verbände konnten sich nicht auf ein gemeinsames Modell einigen. Während die Klubs aus dem Nordosten, Norden und Westen mehrheitlich das sogenannte Kompassmodell unterstützten, sprach sich der Südwesten für das Regionenmodell aus. Bayern favorisierte wiederum einen eigenen Vorschlag. Da eine einstimmige Entscheidung Voraussetzung für eine Reform gewesen wäre, bleibt es vorerst bei der bisherigen Aufstiegsregelung.
Die Aufstiegsinitiative will das Thema deshalb weiter in die Öffentlichkeit tragen. Haeder kritisierte insbesondere die Kommunikation der Regionalverbände und warf auch dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) vor, die Interessen der Vereine nicht ausreichend zu vertreten. Vor allem nach den Beschlüssen Anfang Juni, die künftigen Regionalligen mit 18 statt 20 Mannschaften spielen zu lassen, habe es aus Sicht der Initiative zu wenig Austausch mit den Klubs gegeben.
Die Gespräche zwischen Vertretern der Regionalligen und dem DFB sollen zwar fortgesetzt werden. Ein Termin steht bislang allerdings noch nicht fest. Für die Aufstiegsinitiative ist deshalb klar: Der Protest soll den Druck aufrechterhalten. Die Vereine hoffen weiterhin auf eine faire und dauerhafte Lösung im Kampf um den Aufstieg in die 3. Liga.
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