Regionalliga Nordost
: Chemie, Lok, Erfurt oder Jena – Rivalen gemeinsam für Reform

In der Regionalliga Nordost fordern Vereine gemeinsam vom NOFV eine grundlegende Reform bei der Spielplanung. Aber: Nicht alle Clubs machen mit.
Von
Jan Lehmann
Berlin
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Der FC Rot-Weiß Erfurt beteiligt sich an einem gemeinsamen Positionspapier für die Verändungen bei der Spielplanung in der Regionalliga Nordost. Der FSV Luckenwalde ist einer von acht Clubs, die nicht unterzeichnet haben.

Der FC Rot-Weiß Erfurt beteiligt sich an einem gemeinsamen Positionspapier für die Veränderungen bei der Spielplanung in der Regionalliga Nordost. Der FSV Luckenwalde ist einer von acht Clubs, die nicht unterzeichnet haben.

Martin Herbst/Eibner
  • Zwölf Vereine der Regionalliga Nordost fordern Reformen in der Spielplanung, z.B. feste Anstoßzeiten.
  • Sie kritisieren kurzfristige Spielansetzungen und TV-Einfluss, der wirtschaftliche und sportliche Nachteile bringt.
  • Ein Positionspapier betont Planungssicherheit und fordert den NOFV auf, die Interessen der Vereine zu priorisieren.
  • Acht Vereine, darunter FSV Luckenwalde, haben das Papier nicht unterzeichnet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zwölf Vereine der Fußball-Regionalliga Nordost, darunter auch große Rivalen wie der aktuelle Spitzenreiter 1. FC Lok Leipzig und Chemie Leipzig oder der FC Rot-Weiß Erfurt und der FC Carl Zeiss Jena fordern in einem gemeinsamen Positionspapier grundlegende Reformen bei der Spielplanung. Die Vereine kritisieren die derzeitige Praxis der kurzfristigen Spielansetzungen und die übermäßige Einflussnahme des TV-Partners Ostsport-TV, die ihrer Meinung nach die wirtschaftliche Stabilität und die sportlichen Bedingungen der Clubs gefährden.

Ein Hauptanliegen der Vereine ist demnach die mangelnde Planungssicherheit durch kurzfristige Ansetzungen. Diese erschweren nicht nur die Organisation von Spieltagen, sondern führen auch zu finanziellen Verlusten durch geringere Zuschauerzahlen. „Kurzfristige Änderungen minimieren die Planungssicherheit und schwächen die wirtschaftliche Grundlage der Vereine“, heißt es im Papier.

Anstoßzeiten und Auswärtsspiele sind wichtiges Thema

Besonders kritisch sehen die Vereine die Einflussnahme des TV-Partners auf die Anstoßzeiten. Spiele würden oft zu unvorteilhaften Zeiten angesetzt, um den Interessen der TV-Übertragungen zu genügen. Die Vereine fordern daher, dass Spiele am Wochenende um 14 Uhr beginnen und unter der Woche nicht vor 19 Uhr. Diese festen Anstoßzeiten sollen die Planung erleichtern und die Belastung durch kurzfristige Spielverlegungen reduzieren.

Ein weiteres Problem stellen laut Positionspapier die wochentags angesetzten Auswärtsspiele mit langen Anreisen dar. Diese führten zu erheblichen organisatorischen und finanziellen Belastungen. Die Vereine fordern, solche Spiele nur im Notfall unter der Woche stattfinden zu lassen und die maximale Entfernung auf 200 Kilometer zu begrenzen.

Das Positionspapier hebt positiv hervor, dass Sperr- und Wunschtermine der Vereine im Vorfeld abgefragt werden. Dennoch betonen die Vereine, dass sie bei der Spielplanung stärker eingebunden werden müssen. „Die Interessen der Vereine müssen bei der Ansetzung von Spielen an erster Stelle stehen“, fordern sie.

Appell an den Nordostdeutschen Fußballverband NOFV

Die Vereine appellieren an den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV), die TV-Vermarktung nicht über die sportlichen und wirtschaftlichen Interessen der Clubs zu stellen. Sie fordern eine Priorisierung, bei der zuerst die Interessen der Vereine, dann die Anforderungen der Sicherheitsträger und zuletzt die Wünsche des TV-Partners berücksichtigt werden.

Abschließend betonen die Vereine die Bedeutung ihrer ehrenamtlichen Helfer und Unterstützer, die den Spielbetrieb erst ermöglichen. Sie fordern den NOFV auf, die Leistungen und Interessen der Vereine ernst zu nehmen und sich für eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft des Fußballs im Nordosten einzusetzen. „Ohne die unermüdliche Arbeit der Vereine wäre ein geordneter Spielbetrieb nicht möglich“, heißt es abschließend im Papier, das von allen beteiligten Clubs im November 2024 unterzeichnet wurde.

Die unterzeichnenden Vereine sind BSG Chemie Leipzig, Chemnitzer FC, FC Carl Zeiss Jena, FC Eilenburg, 1. FC Lokomotive Leipzig, FC Rot-Weiß Erfurt, FSV Zwickau, Greifswalder FC, Hallescher FC, Hertha BSC, SV Babelsberg 03 und VFC Plauen.

Nicht unterzeichnet haben demnach Hertha 03 Zehlendorf, BFC Dynamo, VSG Altglienicke, Viktoria Berlin, ZFC Meuselwitz und FSV Luckenwalde.

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