Lausitzer Füchse und Eisbären Berlin: Jonas Stettmer und seine wilde Achterbahnfahrt der Gefühle

Jonas Stettmer mit der Fahne der Lausitzer Füchse: Der Torhüter feierte am Freitag gemeinsam mit den Fans den 4:0-Heimsieg gegen die Blue Devils Weiden.
Thomas Heide- Torhüter Jonas Stettmer spielt für Eisbären Berlin und Lausitzer Füchse.
- Er erlebte zuletzt ein Wechselbad der Gefühle zwischen großen Siegen und Niederlagen.
- Am Freitag feierte er einen 4:0-Sieg mit den Lausitzer Füchsen, am Sonntag verlor er knapp 2:3.
- Stettmer pendelt oft zwischen Berlin und Weißwasser und hat an beiden Orten Wohnungen.
- Am Mittwoch half er den Eisbären Berlin, sich in der Champions League zu qualifizieren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es liegen bewegte Tage hinter Jonas Stettmer. Der Förderlizenz-Torhüter von den Eisbären Berlin pendelte wieder einmal zwischen dem DEL-Titelträger aus der Hauptstadt und den Lausitzer Füchsen hin und her. Von einem sportlichen Wechselbad der Gefühle für Stettmer in den vergangenen Tagen zu sprechen, ist dabei glatt untertrieben. Es war vielmehr eine Achterbahn, die der Keeper erlebte.
Am Mittwoch stand Jonas Stettmer zunächst bei den Eisbären Berlin in der Champions League im Tor und musste eine der schlimmsten Niederlagen in seiner noch jungen Karriere hinnehmen. Einen Tag vor seinem 23. Geburtstag verloren die Eisbären in der Schweiz beim HC Fribourg-Gotteron mit 2:9. Zwischen der 22. und 31. Minute musste Stettmer insgesamt fünf Gegentore mit den personell dezimierten Berlinern hinnehmen. Nach dem achten Gegentor wurde er dann von Trainer Serge Aubin erlöst und vom Eis genommen.
Nur drei Tage später war derselbe Jonas Stettmer dann der gefeierte Held beim 4:0-Heimsieg der Lausitzer Füchse gegen die Blue Devil Weiden. Stettmer hielt mit seinen Paraden die Null fest und konnte in Weißwasser wieder einmal neues Selbstvertrauen tanken. Nach dem Spiel führte der überglückliche Torhüter einen Freudentanz vor der Fankurve auf. Die Erleichterung war ihm deutlich anzumerken. „Das Spiel am Freitag war definitiv ein schöner Höhepunkt“, findet Stettmer.
Mit der Pendelei zwischen Berlin und Weißwasser kennt sich Jonas Stettmer inzwischen aus. Dank der Förderlizenz kann er für beide Clubs auflaufen und hat auch an beiden Standorten eine Wohnung. Für die Eisbären Berlin stand der gebürtige Straubinger in der laufenden Saison bislang zweimal in der DEL auf dem Eis. Für die Lausitzer Füchse hat er 2024/25 schon drei Mal gespielt. „Ich bin auch in Weißwasser absolut ins Team integriert, obwohl manchmal nur einen Tag da bin. Auch die Fans sind klasse. Ich kann mich immer auf sie verlassen“, sagt der Torhüter.
Stettmer pendelt zwischen Berlin und Weißwasser
In der Tat trainiert Jonas Stettmer meistens in Berlin und kommt dann zu den Spielen kurzfristig nach Weißwasser. So wurde es zwischen den Kooperationspartner auch in der vergangenen Saison schon praktiziert. „Ich arbeite von Tag zu Tag und bekomme dann gesagt, wo ich am Wochenende spielen darf“, beschreibt er das typische Leben eines Förderlizenz-Torhüters.
Zu einem rundum gelungenen Wochenende mit den Lausitzer Füchsen fehlte Jonas Stettmer allerdings ein Sieg beziehungsweise zumindest ein Punkt beim Sachsenderby gegen die Eislöwen Dresden. Stattdessen verlor Weißwasser am Sonntag knapp mit 2:3 in Dresden. Eine Sache störte Stettmer dabei ganz gewaltig: der umstrittene Last-Minute-Gegentreffer. Er fiel 35 Sekunden vor Schluss und sorgte für reichlich Diskussionen. Denn Torschütze Drew LeBlanc fuhr dem Füchse-Torhüter zunächst den Schläger aus der Hand und zimmerte Stettmer dann den Puck ins kurze Eck. Jonas Stettmer beklagte anschließend „eine klare Behinderung“ in seinem Torraum.

Jonas Stettmer ärgerte sich am Sonntag über die 2:3-Niederlage mit den Lausitzer Füchsen bei den Eislöwen Dresden.
Thomas HeideDas Wochenend-Fazit von Stettmer fiel deshalb durchwachsen aus. „Der Freitag hat echt Spaß gemacht. Am Sonntag war ich dagegen nicht so zufrieden mit meiner Leistung. Wir hätten gern mindestens einen Punkt aus Dresden mitgenommen“, erklärte Stettmer. „Ich habe deshalb gemischte Gefühle beim Blick auf das gesamte Wochenende.“ Danach verabschiedete er sich vom Füchse-Team und machte sich wieder auf den Weg zu den Eisbären nach Berlin.
Das durchwachsene Fazit passte irgendwie zur wilden Achterbahnfahrt der Gefühle, die Jonas Stettmer in den vergangenen Tagen in der Schweiz, in Weißwasser und in Dresden erlebt hat. Am Mittwoch gab es dann auch wieder ein Erfolgserlebnis mit den Eisbären Berlin: In der Champions League siegte Berlin gegen den dänischen Titelträger Sönderjyske Vojens mit 8:0 und qualifizierte sich für das Achtelfinale – mit Jonas Stettmer im Tor.


