Lausitzer Füchse: Schwache Defensive kostet Weißwasser den Sieg

Torhüter Mac Carruth von den Lausitzer Füchsen kassierte zwei frühe Gegentore im Duell mit den Eispiraten Crimmitschau.
Thomas HeideDie Lausitzer Füchse setzen ihre Niederlagenserie in der DEL2 fort. Das 2:3 bei den Eispiraten Crimmitschau ist bereits die vierte Pleite in Folge für Weißwasser. In der Tabelle der DEL2 zieht Crimmitschau vorbei, die Füchse rutschen auf Rang neun ab. Sie hatten zwar auch in dieser Partie am Freitagabend wieder viele Chancen und Spielanteile. Durch eklatante Schwächen in der Defensive geriet die Mannschaft von Trainer Corey Neilson aber schon früh in Rückstand.
Bei den Lausitzer Füchsen gab Verteidiger Eric Mik seine vorläufige Abschieds–Vorstellung im Weißwasseraner Trikot. Der Förderlizenzspieler wurde vom DEL–Kooperationspartner Eisbären Berlin zurück in die Hauptstadt beordert, weil Leon Gawanke ab sofort wieder bei den Winnipeg Jets in Kanada spielt. Eric Mik kam in der laufenden Spielzeit 19 Mal für Weißwasser zum Einsatz.
Das Derby im leeren Sahnpark begann für die Gäste denkbar schlecht. Eispiraten–Topscorer Mathieu Lemay traf bereits in der 4. Minute zur Führung für Crimmitschau. Nach sieben Minuten erhöhte Daniel Weiß auf 2:0. Bei beiden Treffern kam der Gegner viel zu leicht zum Abschluss. „Crimmitschau spielt sehr schnell. Wir haben heute ein hartes Stück Arbeit vor uns. Wir müssen konzentrierter und energischer spielen“, sagte Füchse–Verteidiger Ondrej Pozivil nach dem 1. Drittel im Interview bei Sprade–TV.
Und der Berg an Arbeit für die Lausitzer Füchse wurde noch größer. Kurz nach Beginn des 2. Drittels erhöhte Marius Demmler auf 3:0 (23.). Er kam völlig frei vor Torhüter Mac Carruth zum Schuss. Gut, dass Weißwasser praktisch im Gegenzug das 1:3 durch Jonathon Martin (23.) gelang. Denn jetzt wurde das Spiel der Gäste besser. Sie waren nun auch körperlich viel präsenter. Einen schönen Spielzug nutzte Rylan Schwartz zum 2:3 (35.).
Im letzten Drittel machten die Füchse weiter viel Druck und drängten auf den Ausgleich. Aber die Defensivschwächen in der Startphase waren nicht mehr zu korrigieren. Crimmitschau rettete den knappen Vorsprung über die Zeit.
Corey Neilson (Trainer Lausitzer Füchse): „Ich bin natürlich enttäuscht über diese Niederlage. Wir haben in den entscheidenden Situationen große Fehler in der Defensive gemacht und damit die drei Tore begünstigt. Ab dem 2. Drittel waren wir dann aggressiver. Im letzten Drittel haben wir den Puck zu wenig vor das Tor gebracht.“
Mario Richer (Trainer Eispiraten Crimmitschau): Beide Teams haben mit viel Tempo gespielt. Wir haben davon profitiert, dass wir früh in Führung gegangen sind. Ab dem 2. Drittel sind wir dann unter Druck geraten. Aber die Mannschaft hat miteinander gekämpft und das Spiel gewonnen.“
Eispiraten Crimmitschau — Lausitzer Füchse 3:2 (2:0, 1:2, 0:0)
Tore: 1:0 Lemay (4.), 2:0 Weiß (7.), 3:0 Demmler (23.), 3:1 Martin (23.), 3:2 Schwartz (35.); Schiedsrichter: Apel/Falten; Zuschauer: keine; Strafminuten: 6/6.
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse — ESV Kaufbeuren (Sonntag, 17 Uhr).