Lausitzer Füchse
: Kreutzer über das Vorbild Eisbären Berlin und Scheidls Verletzung

InterviewDie Lausitzer Füchse gehen mit drei Siegen aus vier Testspielen in die heiße Phase der Vorbereitung. Der Trainer sieht sein Team auf einem guten Weg und verrät im Interview: Darauf kommt es jetzt an.
Von
Frank Noack
Weißwasser
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EHC Eisbären Berlin - Lausitzer Füchse: David Rundqvist, Jacob Schmidt Svejstrup, Bryan Lemos, Alexander Dosch, Clemens Sager, Trainer Christof Kreutzer / / Eishockey / Penny DEL Deutsche Eishockey Liga / Testspiel Saison 2026/2027 / 30.08.2026 / EHC Eisbären Berlin EBB vs. Lausitzer Füchse / *** David Rundqvist, Jacob Schmidt Svejstrup, Bryan Lemos, Alexander Dosch, Clemens Sager, Coach Christof Kreutzer, Sports, Ice Hockey, Penny DEL, German Ice Hockey League, Exhibition Game, 20262027 Season, August 30, 2026, EHC Eisbären Berlin EBB vs. Lausitzer Füchse

Trainer Christof Kreutzer (hinten rechts) bereitet sich mit den Lausitzer Füchsen auf die neue Saison in der 2. Bundesliga vor.

Imago/O.Behrendt

Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser bereiten sich derzeit auf die neue DEL2-Saison vor. Sie startet am 18. September. Drei Siege und eine Niederlage lautet die bisherige Testspielbilanz.

Am Sonntag zeigte die Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer bei der 1:3-Niederlage gegen den deutschen Meister Eisbären Berlin vor allem defensiv eine starke Leistung. Im Interview zieht der Füchse-Coach eine Zwischenbilanz der Saisonvorbereitung. Christof Kreutzer erklärt, was Weißwasser aus dem Test gegen den Kooperationspartner mitnehmen kann. Außerdem spricht er über die starken Leistungen der Torhüter und die Verletzung von Lane Scheidl.

Christof Kreutzer, als Trainer ist man ja eigentlich nie wirklich zufrieden. Wie zufrieden können Sie trotzdem mit dem Spiel Ihrer Mannschaft gegen die Eisbären Berlin sein?
Es war das erwartete harte Spiel. Wir haben schließlich gegen den deutschen Meister gespielt – und das haben sie uns in jedem Wechsel spüren lassen. Aber wir haben sehr gut dagegengehalten. Wir haben versucht, sehr konsequent zu spielen, auch in der defensiven Zone. Die Jungs haben füreinander gekämpft und versucht, offensiv etwas zu kreieren. Man hat gesehen, dass das Tempo der größte Unterschied zwischen den Ligen ist.

Trainer der Lausitzer Füchse wartet auf Lane Scheidl

Ihre Mannschaft hat im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut dagegengehalten. Ist dieses hohe Tempo auch ein Mittel, mit dem Sie in der Saison spielen wollen?
Ja, absolut. Wenn du ein hohes Tempo spielen kannst, ist das ganz wichtig. Und beim Umschaltspiel kann man sich von Berlin etwas abschauen: wie schnell sie umschalten, wie schnell sie in die Offensive gehen. Aber auch wir hatten ein gutes Tempo und konnten mitgehen.

Lennart Neiße hat gegen Katowice ein gutes Spiel gemacht, Anthony Morrone gegen Berlin auch. Sind die beiden Torhüter schon in Frühform?
Was heißt Frühform? Wir wollen alle die ganze Zeit konsequent und gut sein. Und die beiden sind immer ehrgeizig, auch im Training. Von Frühform würde ich nicht sprechen. Das ist die Leistung, die sie abrufen wollen und die wir erwarten. Für die Jungs ist es ganz wichtig, zu wissen, dass wir zwei sehr gute Torhüter haben.

EHC Eisbären Berlin - Lausitzer Füchse: Adam Brady, Gabriel Fontaine / Zweikampf / Spielszene / Aktion / / Eishockey / Penny DEL Deutsche Eishockey Liga / Testspiel Saison 2026/2027 / 30.08.2026 / EHC Eisbären Berlin EBB vs. Lausitzer Füchse / *** Adam Brady, Gabriel Fontaine: A one-on-one matchup, game action, sports, ice hockey, Penny DEL German Ice Hockey League, exhibition game, 20262027 season, August 30, 2026, EHC Eisbären Berlin EBB vs. Lausitzer Füchse

Guter Test der Lausitzer Füchse gegen die Eisbären Berlin: Hier kämpfen Füchse-Stürmer Adam Brady (links) und der Berliner Gabriel Fontaine um den Puck.

Imago/O.Behrendt

Wie fällt Ihr Zwischenfazit der Vorbereitung nach dem vierten Spiel und zuvor drei Siegen aus?
Die Mannschaft ist sehr willig und versucht, vieles direkt umzusetzen. Das macht Spaß. Wir arbeiten ganz hart. Und solche Spiele wie gegen Berlin sind sehr wichtig, damit wir daraus lernen. Wir sind – trotz der Niederlage – auch in diesem Spiel wieder einen Schritt in die richtige Richtung gegangen.

Inwieweit hat sich aus Ihrer Sicht das Gesicht der Mannschaft verändert, auch mit Blick auf den Spielstil? Oder wird sich gar nicht so viel verändern?
Wir haben gerade auf den wichtigen Positionen, beispielsweise auf der Center-Position, ein bisschen mehr Erfahrung. Ich glaube, das spiegelt sich schon wider. Das ist ganz wichtig. Den Jungs brauche ich das Eishockey nicht neu beizubringen. Sie wissen, wovon man spricht, und versuchen, das dann auch gut umzusetzen. Ich glaube, das ist ein Vorteil, weil wir dadurch auch in vielen Situationen Lösungen finden.

Eine andere Personalfrage: Lane Scheidl war am Wochenende nicht dabei. Wie weit ist er? Wann können Sie wieder mit ihm planen?
Wenn alles gut läuft, glaube ich, dass er am Dienstag wieder mit dem Eistraining beginnt.

Für die kommende Saison ist das also kein größeres Problem?
Nein. Das ist einfach nur eine Vorsichtsmaßnahme. Bei ihm weiß ich, was ich habe. Den nehme ich lieber raus. Er muss auch nichts neu lernen, sondern ich weiß bei seiner Art und Weise, wie er spielt, was ich an ihm habe. Von daher gebe ich ihm lieber die Zeit, damit diese kleine Verletzung auskuriert.

Worauf kommt es jetzt in den letzten zwei, drei Wochen der Vorbereitung besonders an?
Dass wir weiterhin gute Angewohnheiten haben. Dass unser Spielstil weiter in Fleisch und Blut übergeht und jeder, der neu ist, das versteht. Und dass man weiterschaut, welche Reihenzusammenstellung die beste ist.