Lausitzer Füchse DEL2: Warum Roope Mäkitalo länger in Weißwasser bleibt

Roope Mäkitalo (rechts) hat vier Jahre bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser gespielt. Mit den Krefeld Pinguinen kehrte der Stürmer aus Finnland in den Fuchsbau zurück.
Thomas HeideFür Roope Mäkitalo war der 4:3-Sieg im Penaltyschießen mit den Krefeld Pinguinen bei den Lausitzer Füchsen alles andere als ein normales Auswärtsspiel in der DEL2. „Das war für mich ein spezielles Match“, verriet der 27-jährige Stürmer sichtlich gerührt. Vier Jahre hatte Mäkitalo in Weißwasser gespielt und war in dieser Zeit zum Leistungsträger und Publikumsliebling avanciert. Im Sommer wechselte er nach Krefeld. Nun kehrte der kleine Finne erstmals als Gegner in den Fuchsbau zurück.
Roope Mäkitalo fühlte sich am Dienstagabend (18. November) auf Anhieb gleich wieder wohl in Weißwasser und auch von den Fans gab es Sprechchöre für ihn. „Es war toll, wieder in Weißwasser zu sein. Ich habe so viele schöne Erinnerungen an diesen Ort“, berichtete Mäkitalo nach einem rassigen Spiel gegen seine ehemalige Mannschaft. „Es war ein sehr harter Kampf. Weißwasser ist eines der schwierigsten Stadien, um drei Punkte mitzunehmen. Die Fans sind immer lautstark“, lobte er.
Krefeld setzt auf Roope Mäkitalo
Bemerkenswert: Trotz der besonderen Bedeutung dieses Spiels für ihn ganz persönlich trat Roope Mäkitalo zum Penaltyschießen an. Er scheiterte mit seinem Versuch jedoch an Füchse-Torhüter Lennart Neiße. Sportlich läuft es für Mäkitalo in Krefeld ohnehin noch nicht rund. In der laufenden Saison hat er neun von 16 möglichen Partien beim aktuellen Tabellenführer absolviert. Genau wie am Ende der vergangenen Saison in Weißwasser wurde der Stürmer auch diesmal wieder von Verletzungen zurückgeworfen.
„In den letzten zwei, drei Wochen kommt Roope aber immer besser in Schwung. Man heute auch heute wieder seine läuferischen Fähigkeiten gesehen und auch, wie er den Puck behandelt und die jungen Spieler führt“, analysierte Krefelds Trainer Thomas Popiesch nach dem Spiel in Weißwasser. Aktuell reicht es für Mäkitalo im Star-Ensemble der Pinguine trotzdem nur für die vierte Reihe. Popiesch: „Wir geben Roope die Zeit und werden ihn in den nächsten Wochen weiter aufbauen. In der entscheidenden Saisonphase erwarten wir natürlich von ihm, dass er dann auch den Scoring-Touch, den er hier in Weißwasser hatte, bei uns ebenfalls reinbringt.“ Derzeit stehen lediglich zwei Vorlagen zu Buche.

Roope Mäkitalo war bei den Lausitzer Füchsen Punktesammler und Publikumsliebling.
Thomas HeideDer Besuch an der ehemaligen Wirkungsstätte dürfte jedenfalls Balsam für die Seele von Roope Mäkitalo sein. Zumal die Reiseplanung der Krefeld Pinguine wie gemalt für den Ex-Weißwasseraner sind. Der Aufenthalt in der Lausitz ging nämlich nach dem Spiel noch in die Verlängerung. Krefeld bleibt bis Donnerstag zum Training in Weißwasser und fährt dann direkt zum nächsten Spiel bei den Starbulls Rosenheim am Freitag. Am Mittwoch nahm sich Mäkitalo die Zeit, um sich mit einigen ehemaligen Mitspielern zu treffen.
Seine Zukunft sieht er jedoch ganz klar in Krefeld. Gemeinsam mit seiner Freundin fühlt sich der Finne wohl im Rheinland. Die Pinguine arbeiten an einem deutschen Pass für Mäkitalo.

