Lausitzer Füchse DEL2
: Fans laufen Sturm gegen Kündigung durch die Stadt Weißwasser

Droht dem Eissport in Weißwasser das Aus? Die Stadt hat den Mietvertrag mit den Lausitzer Füchsen gekündigt. So reagieren die Fans im Netz.
Von
Frank Noack
Weißwasser
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Welle der Empörung bei den Fans der Lausitzer Füchse: Die Anhänger sorgen sich um die Zukunft des Eishockey-Standorts Weißwasser in der DEL2.

Imago/Andreas Franke
  • Stadt Weißwasser kündigt Mietvertrag mit Eishockeyteam Lausitzer Füchse.
  • Fans reagieren empört, fürchten um Zukunft des Sports in der Region.
  • Kündigung droht wegen Kostensteigerungen und neuen Anforderungen.
  • Oberbürgermeisterin betont Missverständnisse und strebt Lösungen an.
  • Diskussionen und Solidaritätsbekundungen in sozialen Medien.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sportlich läuft es für die Lausitzer Füchse in der DEL2. Vor dem Derby bei den Eislöwen Dresden am Freitag um 19.30 Uhr liegt Trainer Christoph Kreutzer mit seiner Mannschaft auf Tabellenplatz acht und damit auf Kurs Pre-Playoffs. Trotzdem herrscht Alarm-Stimmung in Weißwasser! Denn die Stadt als Eigentümer der Eishalle hat kurz vor Weihnachten den Mietvertrag mit dem Zweitligisten gekündigt.

Das Horror-Szenario ist ein mögliches Aus für das Eishockey in Weißwasser. In den sozialen Medien läuft seitdem eine Welle der Empörung. Am Freitagvormittag (9. Januar) hatten die Lausitzer Füchse die Kündigung des Mietvertrages öffentlich gemacht. Ohne gültigen Mietvertrag, sei die Lizenzierung für die DEL2 und damit der Eishockey-Standort Weißwasser in Gefahr, heißt es in der Füchse-Mitteilung: „Für den Traditionsverein und eine ganze Region steht eine Menge auf dem Spiel.“

Stadt Weißwasser kündigt Mietvertrag der Lausitzer Füchse

Die Kosten für die Betreibung der Eishalle müssten neu kalkuliert werden, heißt es vonseiten der Stadt Weißwasser als Begründung für die Kündigung. Weitere Streitpunkte neben den allgemeinen Kostensteigerungen: Für die kommende Saison muss die Eisfläche mit einer sogenannten Flex-Bande ausgestattet sein, um die Verletzungsgefahr für die Spieler zu verringern.

Außerdem ist eine LED-Beleuchtung ab 2025/26 Pflicht. „Wenn die Arena bis August keine flexible Bande erhält, bedeutet es das Aus für die Lausitzer Füchse in der DEL2“, heißt es in der Vereinsmitteilung.

Seitdem kocht die Fan-Seele – die Anhänger laufen Sturm gegen ein mögliches Aus für den Eishockeysport in Weißwasser. „Ein Armutszeugnis für die Region. Mit dem letzten Hauch an Hoffnung auf Zukunft in Weißwasser!“, kommentiert Tina Höfer auf der Facebookseite von LR-Sport. „Ohne die Füchse, wäre Weißwasser nie auf der Landkarte aufgetaucht“, meint Tobias Guderian.

Auch auf der Facebookseite der Lausitzer Füchse gibt es schon nach wenigen Stunden reichlich Reaktionen. „Einfach sprachlos. Schade was die Stadt aus dem letzten verbleibenden Angebot für die Menschen macht…“, schreibt ein User namens Tony Do. „Diese Handlungsweise ist an Kurzsichtigkeit nicht zu überbieten“, findet Mario Kraatz.

Fans in sozialen Medien sind empört

Sandra Tause-Spigel sieht es anders: „Schade, dass man hier nur die halbe Wahrheit verbreitet und somit die neue OB diskreditiert wird!! … Da man aber nur das Geld ausgeben kann, welches man auch hat. Sieht es schlecht aus.“ Ohne den Eishockey Sport versinke Weißwasser „in der Bedeutungslosigkeit“, findet indes Max Möglinger: „Das ist wohl so einigen nicht klar.“

Oberbürgermeisterin Katja Dietrich reagierte inzwischen in einer Stellungnahme auf die Kritik. Sie kritisierte die Mitteilung der Lausitzer Füchse als „missverständlich“. Es sei zudem unverhältnismäßig, „eine Entscheidung der Profiliga allein einfach auf Kosten der Kommune umsetzen zu lassen“. Laut Dietrich arbeite man intensiv daran, dass die Erfolgsgeschichte von Weißwasser als Sportstadt fortgesetzt werde.

Sogar eine mögliche Demo der Füchse-Fans bei der nächsten Stadtratssitzung am 29. Januar wird in den sozialen Medien diskutiert. Zudem gibt es Solidaritätsbekundungen von Fans anderer Vereine. Ein Nutzer mit dem Namen „Gefällt mir, weil ich Eisbär bin“ betont: „Es wird Zeit sich mal wieder solidarisch zu zeigen. Wir Berliner stehen zu euch! #Dynamo“.

Auch aus Kassel – dem Playoff-Rivalen der vergangenen beiden Jahre – melden sich Fans zu Wort. „Bei aller Rivalität in der jüngeren Vergangenheit, am Ende vereint uns diese Sportart. Ich hoffe sehr das sich das zum Besten wendet. Gruß aus KS“, schreibt Wolfgang Nickel.