Landespokal Finale
: Trainer träumen von Bayern München oder Eintracht Frankfurt

Vor dem Finale im Landespokal Brandenburg zwischen dem VfB Krieschow und dem RSV Eintracht Stahnsdorf sprechen die beiden Trainer über das Endspiel.
Von
Peter Mertes
Neuruppin
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Die Trainer Patrick Hinze (l.) vom RSV Eintracht und Robert Koch (r.) vom VfB Krieschow

Finale: Die Trainer Patrick Hinze (l.) vom RSV Eintracht und Robert Koch (r.) vom VfB Krieschow haben mit ihrem Verein eine historische Chance im Landespokal Brandenburg.

Benjamin Feller/Frank Hammerschmidt
  • Landespokal-Finale Brandenburg: VfB Krieschow vs. RSV Eintracht Stahnsdorf am 24. Mai.
  • Beide Vereine streben ihren ersten Landespokalsieg an, Trainer träumen vom DFB-Pokal.
  • Elfmeterschießen entscheidend: Krieschow und Stahnsdorf siegten im Halbfinale nach Elfmetern.
  • Trainer betonen die Bedeutung von Spaß und Lockerheit im Spiel.
  • Traum-Gegner im DFB-Pokal: Bayern für Hinze, Eintracht Frankfurt für Koch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Erst vor zwei Wochen haben sie sich zum Ligaspiel in der NOFV-Oberliga Süd getroffen, an diesem Samstag (24. Mai, 14.30 Uhr) stehen sich der VfB Krieschow und der RSV Eintracht Stahnsdorf im Brandenburger Landespokal-Finale gegenüber. Für beide Vereine geht es um den ersten Landespokalsieg der Vereinsgeschichte, auch für die Trainer wäre es eine Premiere.

Bevor sie sich an der Seitenlinie gegenüber stehen, haben VfB-Trainer Robert Koch und RSV-Trainer Patrick Hinze mit dem Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) über das Endspiel gesprochen. Es geht um Schlüsselmomente der Pokalsaison, die Herangehensweise ans Endspiel und den Traum vom DFB-Pokal.

Beide Vereine haben Erfahrung mit Elfmeterschießen

Beide Trainer denken dabei an ein entscheidendes Elfmeterschießen ihrer Mannschaft zurück. „Der Schlüsslemoment war sicherlich der Sieg gegen Energie Cottbus“, erinnert sich RSV-Coach Hinze an das Halbfinale gegen den Drittligisten. Nach keinen Toren über 120 Minuten fiel die Entscheidung vom Punkt – Stahnsdorfs Torwart Daniel Heimicker parierte gleich drei Versuche der FCE-Profis.

Der VfB hatte bereits eine Runde zuvor ein Elfmeterschießen erlebt und setzte sich im Viertelfinale gegen Nord-Oberligist Optik Rathenow durch. „Diesen Moment nach dem letzten gehaltenen Elfmeter von Fritz Pflug werden wir sicherlich nicht mehr vergessen“, erzählt Krieschow-Trainer Koch. Im Finale fällt der Krieschower Elfmeterheld aber wegen einer Achillessehnenverletzung aus dem Halbfinale gegen den FSV Luckenwalde (2:1) aus.

VfB Krieschow will Spaß am Fußball nicht verlieren

Mental wollen die beiden Trainer ihre Mannschaften nicht viel anders vorbereiten als vor jeder anderen Partie, im Ligaduell vor zwei Wochen setzte sich Krieschow klar mit 3:0 durch – allerdings musste Stahnsdorf nach einer umstrittenen Roten Karte fast eine komplette Halbzeit in Unterzahl spielen. Vergleichbar ist ein Pokalfinale sowieso nicht mit einem Oberliga-Spiel: Live-Übertragung im TV, fast 2000 Zuschauer und die Aussicht auf den DFB-Pokal.

Bei aller Anspannung, die solche Faktoren erzeugen können, will Koch eines nicht verlieren: „Wichtig ist es dabei, die nötige Lockerheit zu haben und bei aller Wichtigkeit dieses Spieles den Spaß am Fußball nicht zu vergessen“, sagt der Krieschower Coach. Für den 39-Jährigen würde ein Sieg den ersten Titelgewinn gleich im ersten Jahr seiner Karriere als Cheftrainer bedeuten.

Der gleichaltrige Hinze ist in Stahnsdorf bereits seit 2017 im Amt, hat den Verein aus der Brandenburgliga in die Oberliga geführt und dort etabliert. Ganz wie sein Gegenüber will er das Finale ebenfalls möglichst normal angehen. „Mental braucht man, glaube ich nicht viel sagen“, findet Hinze. „Der Ehrgeiz und die Einstellung sind von allein da, um das Spiel gewinnen zu wollen.“

Krieschow-Trainer Koch hat legendäres DFB-Pokalspiel erlebt

Mit einem Sieg würden sich ihre Vereine nicht nur den Landespokal-Titel sichern, sondern sich auch für den DFB-Pokal in der kommenden Saison qualifizieren. Wünsche für ein Erstrunden-Los gibt es bereits. „Wenn man träumen dürfte, würden wir gerne einen Gegner zugelost bekommen, der das Stadion voll macht: Bayern, Dortmund, Union, Hertha, Schalke, HSV“, verrät Hinze dem FLB.

Koch legt sich hingegen auf genau einen Wunschgegner fest: „Am liebsten würde ich gegen Eintracht Frankfurt spielen.“ Als aktiver Spieler erlebte Koch übrigens 2011 ein denkwürdiges Erstrundenspiel im DFB-Pokal: Nach 0:3-Rückstand gegen Bayer Leverkusen siegte Dynamo Dresden mit 4:3 nach Verlängerung gegen den Bundesligisten, Koch hatte per Doppelpack zum 2:3 und 3:3 entscheidenden Anteil daran – nun will er mit seinem Team erstmals als Trainer auf die nationale Pokalbühne.

Hinweis: Das komplette Interview können Sie auf der FLB-Homepage hier nachlesen.