Landespokal Berlin: BFC Dynamo jubelt, Mahlsdorf hadert – beide Teams mit Kritik

Christoph Zorn, Kapitän des BSV Eintracht Mahlsdorf, war nach dem Schlusspfiff sehr enttäuscht. Er sah seine Mannschaft stellenweise sogar spielbestimmend. Am Ende gratulierte er aber dem BFC Dynamo.
Matthias Koch- BFC Dynamo siegt 2:0 gegen BSV Eintracht Mahlsdorf im Berliner Landespokalfinale.
- Vor 8400 Zuschauern zieht Dynamo in die erste Runde des DFB-Pokals ein.
- Trainer kritisieren schlechten Rasenplatz; Mahlsdorf hadert mit einer Gelb-Roten Karte.
- Spieler betonen harte Arbeit und taktische Schwächen; Mahlsdorf enttäuscht.
- Emotional: Mahlsdorf-Spieler verpasst Highlight seiner Karriere.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit dem 2:0 (1:0)-Sieg gegen den Oberligisten BSV Eintracht Mahlsdorf feiert der BFC Dynamo am Samstagnachmittag den Gewinn des Berliner Landespokals und den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals. Rund 8400 Zuschauer bildeten den passenden Rahmen für ein intensives Pokalendspiel, das vor allem vom Tempo, körperlicher Präsenz und einigen Schlüsselszenen geprägt war.
Während der BFC Dynamo im zweiten Durchgang seine Chancen besser nutzte, ärgerte sich Mahlsdorf über eine verpasste Überraschung. Insbesondere die Gelb-Rote Karte gegen Kanther (63.) brachte das Team von Karsten Heine auf die Verliererstraße.
Stimmen der Trainer vom BFC Dynamo und Eintracht Mahlsdorf
Karsten Heine (Trainer BSV Eintracht Mahlsdorf):
„Ich finde, dass es ein toller Rahmen war, mit dieser Kulisse. Das war für den Amateurfußball, denke ich, auch eine Werbung. Der Rasenplatz war aber alles andere als endspielwürdig, wie ich finde. Das habe ich lange nicht gesehen und das kann man sicherlich verbessern. Ich fand, dass unsere Truppe sehr mutig aufgetreten ist. Der Unterschied war in der ersten Halbzeit, dass der BFC mit einem einzigen Torschuss das 1:0 erzielt hat. Wir haben uns dann selbst geschwächt mit dieser unnötigen Gelb-Roten Karte. Trotzdem hat die Truppe noch versucht, das Ergebnis zu korrigieren – aber es hat nicht gereicht. Dennoch Kompliment an meine Mannschaft.“
Dennis Kutrieb (Trainer BFC Dynamo):
„Auch heute war es ganz, ganz schwierig für uns. Ich muss Karsten auch recht geben: Ich denke, wir haben im überragenden Rahmen – 8400 Zuschauer, ausverkauft – gespielt. Für Berlin, für den Amateurfußball, überragende Bedingungen. Der Rasenplatz hat nicht mitgespielt – da müssen wir auf jeden Fall zusehen, dass wir das endspielwürdiger bekommen. Wenn ich nur über Fußball spreche, war es wahrscheinlich eines der Spiele, das ich unter der Überschrift Arbeitssieg abstempeln würde. Wir haben wirklich hart arbeiten müssen – das haben wir gemacht, von der ersten bis zur 90. Minute. Rein spielerisch, taktisch, Ruhe am Ball – das war nicht so gut heute. Spielt aber am Ende keine Rolle. Die Jungs feiern in der Kabine den Pokalsieg – und das ist am Ende des Tages das Einzige, was zählt.“
Stimmen der Spieler vom BFC Dynamo und Eintracht Mahlsdorf
Paul Hainke (BFC Dynamo):
„Unbeschreiblich – ist ja auch mein erster. Dabei noch in so einem Spiel auf dem Platz gestanden zu haben, ist auch eine Ehre für mich. Ungefährdet auf gar keinen Fall. Gerade auch in der ersten Halbzeit, finde ich, haben wir kein gutes Spiel gemacht. Wir gehen natürlich trotzdem mit einer Führung in die Halbzeit – das hat uns in die Karten gespielt. Und dann in der zweiten Halbzeit, mit der Roten Karte hat das Spiel natürlich den Lauf in unsere Richtung genommen – und ja, dann lief es.“
Christoph Zorn (BSV Eintracht Mahlsdorf):
„Ja, bitter in jedem Fall. Zunächst erstmal Glückwunsch an den BFC – das gehört sich so als vernünftiger Verlierer. Ich muss sagen, tatsächlich bin ich schon sehr enttäuscht, weil wir für meine Begriffe über weite Strecken das Spiel im Griff hatten und das Spiel auch gemacht haben.
Wir haben uns leider keine großartigen Torchancen herausspielen können – die hatte der BFC dann am Ende. Am Ende zählt das Ergebnis, und das ist 2:0 für den BFC.“
Björn Jopek (BSV Eintracht Mahlsdorf):
„50:50-Spiel mit dem besseren Ende für den BFC, weil sie einen Tick cleverer, einen Tick kaltschnäuziger waren. Am Ende entschied die Rote Karte wahrscheinlich das Spiel. Natürlich wäre es ein Highlight gewesen, wenn ich mit meinem allerersten Verein, wo ich in der F-Jugend angefangen habe, im letzten Jahr meiner Laufbahn nochmal einen Pokal gewonnen hätte. Das wäre wunderschön gewesen.“
Jan Meißner (Sportchef BSV Eintracht Mahlsdorf):
„Müssen wir das mal einordnen: Schon ewig nicht mehr verloren. Aber wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert – waren, denke ich, spielerisch die bessere Mannschaft. Aber letzten Endes ist es ja ein Ergebnissport – und da war der BFC zwei Tore besser.“
Die Video-Interviews vom BFC Dynamo und Eintracht Mahlsdorf
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