Koch aus Köpenick, die Eisern-Kolumne: So groß ist die Abstiegsangst bei Union Berlin

Matze Koch schreibt über den 1. FC Union Berlin - in seiner Kolumne verrät er, was den Verein aus der Fußball-Bundesliga wirklich bewegt.
Matthias Koch- Union kämpft um den Klassenerhalt – sechs Punkte vor Platz 16, acht vor Platz 17.
- In Leipzig schweigen rund 5000 Union-Fans 15 Minuten aus Protest gegen RB.
- Zuletzt keine Siege gegen die Schlusslichter: 1:1 St. Pauli, 1:3 Heidenheim, 1:2 Wolfsburg.
- Trainerwechsel zu Marie-Louise Eta brachte große mediale Aufmerksamkeit und Druck.
- Eta betont: Noch sieben Teams liegen hinter Union, nach Leipzig folgen drei Spiele.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das frühere Zentralstadion von Leipzig gehört nicht mehr zu den Sehnsuchtsorten von Freunden der Fußballkultur. Denn die heutige Red Bull Arena ist die Spielstätte von RasenBallsport Leipzig.
Das Marketingkonstrukt des Brause-Imperiums ist vor allem bei den Fans von Traditionsvereinen verhasst. Die Anhänger von Union stehen da in vorderster Front. Knapp 5000 Fans werden vor Ort sein, aus Protest gegen RB traditionell in den ersten 15 Minuten schweigen und dann auf ein kleines Wunder hoffen.
Den Klassenerhalt sicher haben die Eisernen immer noch nicht. Die Frage ist, wie groß die Furcht beim Klub ist, der vier Runden vor Schluss sechs Punkte Vorsprung auf Relegationsrang 16 und acht Zähler Abstand zum direkten Abstiegsrang 17 besitzt.
Zuversicht auf den Klassenerhalt von Union Berlin ist groß
Mancher Fan schiebt da keine Panik mehr. Zumindest trifft das auf die drei zu, die ich am Montag bei der verregneten öffentlichen Einheit der Profis befragen konnte. Von Abstiegsangst wollen die langjährigen Trainingskiebitze nichts wissen, auch weil die direkten Konkurrenten teilweise noch aufeinandertreffen. Eine der beiden Damen merkte jedoch an, dass sie zuletzt nach Rückständen bei der Mannschaft den unbedingten Willen zur Aufholjagd vermissen würde.
Der Autor dieser Zeilen ist optimistisch, dass Union bald das achte Bundesligajahr planen kann. Die Leistungen der letzten Monate lassen aber auch Zweifel zu. Die Gefahr besteht darin, dass seit Wochen jeder Experte erklärt, dass Union eigentlich nichts mehr passieren könne.
Allerdings hat dies zuletzt unter dem in einer Nacht-und-Nebel-Aktion entlassenen Steffen Baumgart und seiner Nachfolgerin Marie-Louise Eta eben nicht funktioniert. Gegen die drei Schlußlichter gab es keinen Sieg. Der FCU hat in den Spielen gegen den FC St. Pauli (1:1), beim 1. FC Heidenheim (1:3) und gegen Wolfsburg (1:2) die Konkurrenz aufleben lassen.
Trainerwechsel sorgte für große mediale Unruhe
Ein Trainerwechsel, der auch im Sommer geordnet über die Bühne hätte gehen können, sorgte zudem mit der Personalie Eta für (mediale) Unruhe. Die Welt schaute wegen der ersten Cheftrainerin in der Männer-Bundesliga auf den Köpenicker Kiez.
Der Druck war und ist riesig, auch wenn am Mittwoch nur noch sieben anstatt 40 Medienvertreter wie in der Vorwoche zur Spieltags-Pressekonferenz erschienen. Marie-Louise Eta kennt sich aus im Verein. Aber eine solche Aufgabe hatte sie noch nicht. Sie war als Assistentin dabei, als vor zwei Jahren die Klasse gehalten wurde. Eta sagt, dass aktuell noch sieben Teams hinter Union liegen und nach Leipzig noch drei Spiele kommen. Das ist richtig. Aber zittern bis zum Ende will kein Union-Fan.
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