Koch aus Köpenick, die Eisern-Kolumne: Scharfer Start nach dem Zwischen-Urlaub?

Matze Koch schreibt über den 1. FC Union Berlin - in seiner Kolumne verrät er, was den Verein aus der Fußball-Bundesliga wirklich bewegt.
Matthias Koch- Union Berlin testet unter neuem Trainer Mauro Lustrinelli viel – Ergebnisse sind zweitrangig.
- Sechs Tests brachten zuletzt keine Siege, zwei Elfmeter waren die einzigen Treffer.
- Umstellung auf Viererkette mit Pressing und vertikalem Spiel, viele U19-Spieler erhalten Einsatzzeit.
- Kapitän Christopher Trimmel beruhigt: Die Resultate sind normal, es wird viel ausprobiert.
- Eine trainingsfreie Woche ist eingeschoben, Pflichtspielstart im DFB-Pokal erst am 23. August.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Vor drei Wochen gab es für die Männer des 1. FC Union das erste Platztraining mit dem neuen Trainer Mauro Lustrinelli. Wenn man für die bisherige Vorbereitungszeit die sechs absolvierten Testspiele als Formbarometer heranzieht, fällt die Bilanz für Außenstehende schon ernüchternd aus.
In der Schweiz wurde bei den Partien gegen die Zweitligisten FC Winterthur (1:1) und FC Aarau (1:2) die Serie siegloser Tests auf vier verlängert. Gegen unterklassige Gegner konnte der FC Union in den letzten drei Spielen keinen einzigen Treffer aus dem Spiel heraus erzielen. In Winterthur und Aarau musste jeweils ein Elfmeter für den Einschlag im gegnerischen Kasten herhalten.
Lustrinelli machte kein Hehl daraus, dass ihm die hohe Anzahl von Testspielen zu Beginn der Vorbereitung auf die achte Bundesligasaison nicht passt. Er legte keinen Wert auf die Ergebnisse. Der 50-Jährige zog die Umstellung auf die Vierer-Abwehrkette, die mit Pressing und vertikalem Fußball einhergehen soll, trotzdem voll durch. Zudem setzte er in allen Partien reihenweise U19-Akteure ein.
Kapitän Christopher Trimmel beruhigt die Gemüter
Das ist schon ein Risiko, denn in der Öffentlichkeit bleibt bei vielen Fans, so manchem Medienvertreter und Ligakonkurrenten hängen, dass es bei den Eisernen nicht läuft.
Verteidiger Christopher Trimmel, der auch unter Lustrinelli Kapitän bleiben wird, sieht die Situation mit der Erfahrung eines 39-Jährigen entspannter. Ihn bringen die bisherigen Resultate nicht aus der Fassung. „Nein, da kann ich alle Fans beruhigen. Da muss sich keiner Sorgen machen. Das ist normal. Wir probieren und testen viel. Wir sind mutig“, sagte Trimmel. „Und wenn du in so einer Phase auf solche Gegner triffst, die voll im Saft sind, wirst du halt auch mal bestraft. Und das nimmt man in Kauf.“
Zeit zum Üben bleibt noch ausreichend. Die Aufbauphase ist tatsächlich lang. Das erste Pflichtspiel steht erst am 23. August im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig auf dem Programm – in viereinhalb Wochen.
Zusätzliche trainingsfreie Woche für den 1. FC Union Berlin
Deshalb haben die Eisernen in dieser Woche noch eine trainingsfreie Woche eingeschoben. Erst am Montag geht es in Köpenick wieder los. Dann sind auch Urlauber wie Vizekapitän Rani Khedira und Angreifer Dmytro Bogdanov erstmals nach der WM beziehungsweise U19-EM dabei.
Lustrinelli, Trimmel und Co. setzen darauf, dass dann in den Einheiten in Berlin und im Trainingslager in Aigen im Ennstal in der Steiermark taktische Inhalte ohne die ständige Unterbrechung durch Wettkampfreisen besser umgesetzt werden können.
Der scharfe Start erfolgt also nach dem Zwischen-Urlaub. Vielleicht können die Eisernen demnächst auch noch den einen oder Neuzugang präsentieren, der die Qualität des Kaders merklich anhebt.
