Handball Oberliga: Euphorie bei LHC Cottbus ‒ letzte Tickets für Aufstiegsspiel

Der LHC Cottbus kann am Samstag den Aufstiegstraum wahr werden lassen: Die Lausitz-Arena wird am Samstag (4. Mai) rappelvoll sein, wenn die Lausitzer gegen die SG OSF Berlin um den Aufstieg zur 3. Handball-Liga kämpfen.
Steffen BeyerBeim LHC Cottbus herrscht große Aufstiegseuphorie: In der Handball-Oberliga Ostsee-Spree können die Cottbuser am Samstag (4. Mai) mit einem Sieg gegen die SG OSF Berlin (19 Uhr) den Sprung in die 3. Liga schaffen. Der Ansturm der Fans auf die Tickets für die Lausitz-Arena ist riesig.
Der Lausitzer Handballclub teilt mit, dass der Online-Ticketverkauf der Lausitzer förmlich überflutet worden sei. Nachdem Spitzenreiter Grün-Weiß Werder dramatisch verloren und damit dem LHC die neue Titelchance eröffnet hatte, waren alle Sitzplatztickets für die Lausitz-Arena innerhalb von zwei Tagen weg. Der Verein teilt mit: Am Samstag wird es an der Abendkasse daher nur noch einzelne Stehplatzkarten geben. Die freie Platzwahl in der Arena ist eingeschränkt.
Dass die Cottbuser noch einmal die Chance auf den Aufstieg bekommen, darauf haben viele LHC-Fans zwar gehofft, aber kaum mehr daran geglaubt. LHC-Trainer Marcus Meier will das auch gar nicht groß thematisieren. „Wir werden jetzt im Training nicht viel anders machen“, sagt er. „Unser Fokus liegt ganz klar auf unserer Abwehrarbeit. Sie ist die Basis für unser Spiel, für unsere schnellen Tempogegenstöße.“
Fanaktion am Samstag: Alle in Rot
Mit 622 Gegentoren in 25 Spielen stellt der LHC derzeit die beste Abwehr der Oberliga. Die Berliner sind seit Jahren ein unangenehmer Gegner für Cottbus. „Sie haben am letzten Wochenende nicht umsonst gegen Werder gewonnen“, mahnt Meier. „Wir müssen auf den Punkt fokussiert sein und unser gesamtes Leistungspotenzial abrufen. Dann werden wir auch gewinnen.“
Vor der Saison hatte LHC-Präsident Kai-Uwe Weilmünster den Aufstieg als Ziel ausgerufen. „Vor nicht mal anderthalb Jahren haben wir vor durchschnittlich 400 Zuschauern gespielt. Und jetzt gibt es kaum noch Karten. Das ist der reine Wahnsinn“, so der Präsident. Seine Präsidiumskollegen und er haben gemeinsam mit Sponsoren und Partnern alles für den Erfolg getan. Am Samstag kann diese weitgehend ehrenamtliche Arbeit belohnt werden. Fanaktion: Zum Heimspiel sollen alle Zuschauer in roter Oberbekleidung kommen. Das Motto: Gemeinsam in den Farben des Vereins.
