Günter Pangratz ist tot
: Abschied von einer Stimme des Eishockeys in Weißwasser

Günter Pangratz, langjähriger Leiter der Sportredaktion der Lausitzer Rundschau, ist verstorben. Er bleibt als herausragender Sportjournalist in Erinnerung.
Von
Frank Noack,
Jan Lehmann
Cottbus
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Günter Pangratz war langjähriger Leiter der Sportredaktion der Lausitzer Rundschau

Günter Pangratz war langjähriger Leiter der Sportredaktion der Lausitzer Rundschau. Er ist im Alter von 85 Jahren gestorben.

Mario Behnke
  • Günter Pangratz, Ex-Sportchef der Lausitzer Rundschau, mit 85 Jahren gestorben.
  • Prägte in Weißwasser die Eishockey-Berichterstattung – pointiert und kenntnisreich.
  • Begleitete bis 2004 das Geschehen, war Chronist von 25 DDR-Meistertiteln.
  • Kürzel „-tz“ stand für Haltung, Einordnung und Leidenschaft.
  • Starb am 1. März 2026; Trauerfeier im engsten Familienkreis.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn in Weißwasser über Eishockey gesprochen wurde, dann schwang oft auch ein Name mit: Günter Pangratz. Über Jahrzehnte prägte er als Leiter der Sportredaktion der Lausitzer Rundschau die Berichterstattung über den schnellsten Mannschaftssport der Region – pointiert, kenntnisreich und mit einer Sprache, die hängen blieb.

Bis 2004 begleitete Pangratz das Geschehen rund um das Weißwasseraner Eishockey. Er war Chronist einer einzigartigen Erfolgsgeschichte: 25 DDR-Meistertitel der SG Dynamo Weißwasser in der kleinsten Liga der Welt gegen den SC Dynamo Berlin erlebte und beschrieb er aus nächster Nähe. Seine Texte waren dabei weit mehr als Spielberichte – sie waren Momentaufnahmen einer Zeit, in der Eishockey in Weißwasser zum Lebensgefühl wurde.

Auch nach der Wende blieb Pangratz eine feste Größe. Mit spitzer Feder ordnete er den schwierigen Neuanfang im gesamtdeutschen Eishockey ein, benannte Probleme klar, ohne den Blick für das große Ganze zu verlieren. Sein Kürzel „-tz“ wurde für viele Leser zum Markenzeichen – ein Siegel für Haltung, Einordnung und Leidenschaft.

Günter Pangratz als journalistisches Vorbild

Frank Noack, heute selbst Berichterstatter über die Lausitzer Füchse für die Lausitzer Rundschau und LR.de, erinnert sich: „Günter war für mich stets ein journalistisches Vorbild. Mit seiner bildhaften Sprache hat er den Lesern ein lebendiges Bild von den jeweiligen Ereignissen mit all ihren Höhen und Tiefen gezeichnet. Er hat sich dabei auch vor kritischen Einordnungen nicht gescheut – über allem standen jedoch seine Liebe und Begeisterung für das Eishockey in Weißwasser.“

Günter Pangratz ist am 1. März 2026 im Alter von 85 Jahren verstorben. Er hinterlässt seine Ehefrau Christa sowie zwei Kinder und zwei Enkelkinder. Die Trauerfeier findet im engsten Familienkreis statt.

Mit Günter Pangratz verliert die Lausitz nicht nur einen herausragenden Sportjournalisten, sondern auch einen Chronisten, der den Eishockeysport über Generationen hinweg begleitet und geprägt hat. Seine Texte bleiben – und mit ihnen die Erinnerung an eine Stimme, die das Geschehen auf dem Eis unverwechselbar in Worte gefasst hat.