Fußball Bundesliga: Tränen und Jubel, Ex-Herthaner Patrice Covic feiert sein erstes Tor

Patrice Covic (links) feiert sein erstes Tor in der Bundesliga und den Sieg mit Werder Bremen beim 1. FC Union Berlin.
Sebastian Räppold/Matthias Koch- Werder siegt 4:1 bei Union: Patrice Covic erzielt sein erstes Bundesliga-Tor.
- Ausgerechnet in Berlin: Papa Ante auf der Tribüne zu Tränen gerührt.
- Covic: „Chaos im Kopf“ nach dem Tor, freut sich noch mehr über den Sieg.
- 18-Jähriger kam 2024 von Hertha U17 zu Werder; Familie im Stadion.
- Lob für Trainer Thioune, Lernen von Stage/Schmid; Hertha bleibt „im Herzen“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ausgerechnet in Berlin, ausgerechnet beim 1. FC Union im Stadion an der Alten Försterei: Der Ex-Herthaner Patrice Covic erzielte beim 4:1 (2:1)-Sieg von Werder Bremen sein erstes Bundesliga-Tor und rührte dabei den Papa auf der Tribüne zu Tränen. Ante Covic – selbst viele Jahre als Profi in der Bundesliga aktiv – war extra mit der S-Bahn aus dem Westen der Hauptstadt nach Köpenick gedüst und dürfte sein Kommen nicht bereut haben.
Patrice Covic bejubelte seine Tor-Premiere gemeinsam mit der Familie. Auch Bruder Maurice war im Stadion. Er spielt derzeit für den SV Babelsberg in der Regionalliga Nordost. Werder-Trainer Daniel Thioune freute sich ebenfalls für den 18 Jahre alten Youngster sowie den souveränen Auswärtssieg seiner Mannschaft: „Zu so einem runden Abend passt es, wenn man dann auch einen Berliner Jungen einwechseln kann. Das war sehr spät, das tat mir leid, dass ich ihm nicht mehr genügend Minuten geben konnte. Aber zumindest haben die wenigen Minuten dafür gereicht, dass er sein erstes Bundesliga-Tor schießen durfte.“
Patrice Covic ist in Berlin geboren und ging bei Hertha BSC seine ersten fußballerischen Schritte. Im Sommer 2024 wechselte er aus der Berliner U17 an die Weser nach Bremen.
Patrice Covic rührt seinen Papa zu Tränen
Patrice Covic über die großen Emotionen: „Meine Familie war da – schöner geht es eigentlich nicht für mich. Ich hatte heute von Beginn an ein gutes Gefühl. Als ich den Ball dann über die Linie gedrückt habe, war komplett Chaos in meinem Kopf. Am Ende freue ich mich aber noch mehr über den Sieg.“
Patrice Covic über sein erstes Tor in der Bundesliga: „Ich weiß gar nicht, was ich da jetzt machen muss. Ich hoffe, ich muss nicht allzu viel zahlen. Aber ich gebe gerne einen aus für die Jungs.“
Patrice Covic über seine persönliche Situation bei Werder Bremen: „Die Situation ist schon schwierig für mich, weil ich sehr ehrgeizig bin und jeden Tag alles gebe. Aber ich muss es akzeptieren und versuche, im Training immer 100 Prozent zu geben, damit ich irgendwann mehr Minuten bekomme am Wochenende. Diesmal hat es perfekt geklappt.“

Ante Covic ist nach dem ersten Bundesliga seines Sohnes Patrice Covic auf der Tribüne im Stadion an der Alten Försterei zu Tränen gerührt.
Sebastian Räppold/Matthias KochPatrice Covic über den Abstiegskampf mit Werder Bremen: „Es war eine sehr schwierige Zeit für uns alle. Und es ist auch immer noch eine schwierige Zeit. Aber wir sind dabei, den Bock umzustoßen. Wir haben einfach dieses eine Spiel gebraucht, wo das Glück auch mal auf unserer Seite ist. Wenn du so viele Spiele nicht gewinnst, dann hast du natürlich auch kein Selbstvertrauen.“
Patrice Covic über den neuen Werder-Trainer Daniel Thioune: „Der Trainer hat natürlich einen großen Anteil am Aufschwung. Ich merke bei mir persönlich die Intensität und die Frische im Training. Jeder will einhundert Prozent Gas geben, das zahlt sich dann am Wochenende für uns aus. Der Trainer ist wirklich ein Top-Typ. Ich verstehe mich sehr gut mit ihm. Deswegen kann ich nur gut über ihn reden.“
Patrice Covic über das Duell mit dem erfahrenen Jens Stage auf seiner Position: „Ich kann viel von ihm lernen. Er ist ein Top-Junge, der mir auch im Training immer weiterhilft. Gerade von ihm und Romano Schmid kann ich mir sehr viel abschauen für die Zukunft. Ich gucke schon explizit auf die beiden, welche Sachen ich vielleicht noch besser machen kann. Mit den beiden haben wir natürlich Top-Spieler auf meiner Position.“
Patrice Covic über seine Liebe zu Hertha BSC: „Es ist einfach unfassbar schön. Ich habe Hertha BSC sehr viel zu verdanken. Er ist immer noch ein Teil in meinem Herzen. Ich schaue mir jede Woche die Spiele an. Hertha ist ein Verein, der in die 1. Liga gehört. Klar, ich hoffe, dass sie den Aufstieg noch schaffen, obwohl es ja zwischendurch nicht so gut lief. Jetzt läuft es wieder etwas besser. Vielleicht treffe ich dann irgendwann auch mal im Olympiastadion.“
