Eishockey in Weißwasser: Lausitzer Füchse verpassen Sensation in Kassel im letzten Drittel
Die Lausitzer Füchse haben die Sensation in der DEL2 verpasst – verabschieden sich aber erhobenen Hauptes aus der Saison 2023/24. Am Dienstagabend verloren die Weißwasseraner beim Titelfavoriten Kassel Huskies das entscheidende siebte Spiel im Playoff-Viertelfinale mit 1:4 (0:1, 0:0, 1:3).
Damit verpassten die Füchse denkbar knapp den Einzug ins Halbfinale. Die Lausitzer Füchse können dennoch auf eine ordentliche Saison zurückblicken. Weißwasser hatte nach der Hauptrunde den 8. Tabellenplatz belegt. In den Pre-Playoffs setzte sich die Mannschaft von Trainer Petteri Väkiparta gegen den EC Bad Nauheim durch.
Zudem reizte sie den Hauptrunden-Sieger Kassel mit großer Moral bis zum letzten Drittel der Playoff-Serie. Am Dienstag gaben die durch Verletzungen arg dezimierten Weißwasseraner noch einmal alles. Zwar kehrte Kristian Blumenschein trotz seiner Fußverletzung zurück. Toni Ritter fehlte dafür im Aufgebot.
5700 Zuschauer sorgen für hitzige Atmosphäre
5700 Zuschauer sorgten in der ausverkauften Nordhessen-Arena für eine hitzige Atmosphäre. Etwa 450 mitgereiste Fans unterstützten die Füchse. Angreifer Dominik Grafenthin hatte bei „SpradeTV“ die Marschroute erklärt: „Defensiv alles wieder wegnehmen und die Chancen, die wir bekommen, eiskalt ausnutzen.“ Anfangs gelang es den Weißwasseranern, die Gastgeber von ihrem Tor fernzuhalten. Dann traf Tristan Keck in Überzahl (17.) für Kassel.
Füchse-Angreifer Christof Kiefersauer forderte in der ersten Drittelpause: „Einfach weiterspielen, es ist nur ein Tor.“ Zwar hatte Kassel weiter mehr Spielanteile. Die Füchse kamen durch Grafenthins Pfostenschuss (29.) und Roope Mäkitalo (35.) aber zu Möglichkeiten.
Einigen Spielern des Weißwasseraner Kaders schien die Kraft auszugehen. Unfassbar: Dennoch gelang Weißwasser der Ausgleich. Lane Scheidl vollendete in Überzahl (44.).
Die Glücksgefühle der Lausitzer Fans hielten aber nicht lange an. Louis Brune sorgte mit einem Doppelschlag zum 3:1 (46.) innerhalb von 32 Sekunden für die Vorentscheidung. Daniel Weiß (47.) legte den vierten Treffer nach. Spät, aber mit Nachdruck, schoss sich der Favorit ins Halbfinale.
Trainer Petteri Väkiparta: „Wir haben uns auch heute hier in der vollen Halle sehr gut verkauft. Wir haben gut mit der Scheibe gespielt. Die Mannschaft hat Herz und Seele gezeigt. Ich bin stolz. Wir haben Kassel nah an den Abgrund gebracht.“
Kassel Huskies – Lausitzer Füchse 4:1 (1:0, 0:0, 3:1)
Tore: 1:0 Keck (17.), 1:1 Scheidl (44.), 2:1 Brune (46.), 3:1 Brune (46.), 4:1 Weiß (47.); Schiedsrichter: Hoppe/Neutzer; Zuschauer: 5700; Strafminuten: 10/10.
Endstand Playoff-Viertelfinale („best of seven“): 4:3. Kassel steht im Halbfinale.


