Eishockey in Weißwasser: Lausitzer Füchse kassieren bittere Niederlage im Derby gegen Tabellenführer Dresden
Die gute Nachricht: Die Lausitzer Füchse sind mit einer starken Leistung aus der zehntägigen Wettkampfpause zurückgekehrt. Die schlechte Nachricht: Im Spiel bei DEL2–Tabellenführer Eislöwen Dresden hatte Weißwasser den Sieg vor Augen — ging bei der 3:4–Niederlage am Ende aber leer aus und verpasste einen Achtungserfolg im Kampf um die Pre–Playoffs.
Trotz eines 0:2–Rückstandes drehte die Mannschaft von Trainer Petteri Väkiparta das Sachsenderby am Freitagabend mit drei Toren innerhalb von sieben Minuten im 2. Drittel zwischenzeitlich zu ihren Gunsten. Trotz dieses Zwischenspurts reichte es nicht für eine Überraschung gegen den Tabellenführer. Die Entscheidung fällt kurz vor Schluss durch ein umstrittenes Tor.
„Wir haben ein gutes Spiel gemacht, es war hart und umkämpft. Wir hätten hier heute etwas mitnehmen können, aber wir haben ärgerliche Gegentore kassiert. Es waren jedoch auch viele gute Sachen dabei“, erklärte Füchse–Trainer Petteri Väkiparta.
Lausitzer Füchse weiter ohne Baxmann
Bei den Lausitzer Füchsen fehlten im Duell mit dem Tabellenführer weiterhin der schwer am Auge verletzte Jens Baxmann in der Verteidigung sowie Stürmer Tim Detig. Im stand Tobias Ancicka vom Kooperationspartner Eisbären Berlin. Leon Hungerecker saß diesmal auf der Bank. Am Sonntag im Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars (Beginn um 17 Uhr) dürfte dann Hungerecker seine Chance bekommen. Für genug Arbeit ist an diesem Wochenende ohnehin gesorgt. Denn nach dem Gastspiel beim Spitzenreiter kommt nur zwei Tage später mit Ravensburg der Tabellenzweite in den Fuchsbau.
Lausitzer Füchse mit gutem Start
Wie kommen die Lausitzer Füchse rein in dieses Spiel? Das war die spannende Frage nach der zehntägigen Zwangspause, weil die Gegner jeweils durch Corona ausgebremst wurden. Die Antwort: Sie lieferten dem Tabellenführer aus Dresden ein recht ausgeglichenes Startdrittel. Die Gastgeber gingen zwar in der 8. Minute durch Vladislav Filin in Führung. Aber Weißwasser spielte munter mit.
Die Pausen–Bilanz von Torschütze Vladislav Filin bei Sprade–TV: „Wir waren vor allem im Powerplay recht schlecht. Das ist ausbaufähig, wir können viel besser spielen. Man sieht, dass Weißwasser einen klaren Gameplan hat.“
Lausitzer Füchse schlagen zurück
Vor allem bewiesen die Lausitzer Füchse Comeback–Qualitäten. Denn nach dem zweiten Gegentreffer — in der 25. Minute traf erneut Filin für Dresden — drehten sie so richtig auf. Mit drei Treffern innerhalb von nur sieben Minuten drehte Weißwasser das Spiel. Bennet Roßmy (33.), Roope Mäkitalo (33.) und Richard Mueller (40.) sorgten für den 3:2–Zwischenstand nach dem 2. Drittel. Zwei der drei Treffer fielen in Überzahl. „Es ist ein sehr schnelles Spiel. Dresden ist ein starkes Team. Wichtig ist, dass wir unser System beibehalten und viel laufen“, analysierte Mueller nach 40 Minuten. Sein Treffer fiel 2,7 Sekunden vor der Pausensirene.
Bitter für die Lausitzer Füchse: Im letzten Drittel mussten sie in Überzahl den 3:3–Ausgleich durch Matej Mrazek hinnehmen. Danach wurde der Druck des Tabellenführers wieder größer. Jordan Knackstedt traf in der 55. Minute zum 4:3 für Dresden. Die Schiedsrichter überprüften den Treffer wegen eines vermeintlich hohen Stockes zwar per Videobeweis, gaben das umstrittene Tor aber letztlich. Füchse–Coach Petteri Väkiparta äußerte sich nur kurz und knapp: „Wenn die Schiedsrichter auf Tor entscheiden, dann ist es ein Tor.“
Als Clarke Breitkreuz danach freistehend verzog, waren die letzten Hoffnungen auf ein erneutes Comeback in diesem Spiel dahin. „Wir haben trotz der Niederlage ein sehr gutes Spiel gemacht“, erklärte Füchse–Stürmer Eric Valentin. „Aber Dresden hat in den wichtigen Momenten die Tore geschossen. Da waren wir zu unaufmerksam, da müssen wir konsequenter arbeiten. Und Tore entscheiden nun mal das Spiel.“
Eislöwen Dresden — Lausitzer Füchse 4:3 (1:0, 1:3, 2:0)
Tore: 1:0 Filin (8.), 2:0 Filin (25.), 2:1 Roßmy (33.), 2:2 Mäkitalo (37.), 2:3 Mueller (40.), 3:3 Mrazek (50.), 4:3 Knackstedt (55.); Schiedsrichter: Janssen/Lajoie; Zuschauer: 1000 (ausverkauft); Strafminuten: 10/8.
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse — Ravensburg Towerstars (Sonntag, 17 Uhr).


